GM/Opel
Opelaner packen Kriegsbeil ein

Große Protestaktionen und Demonstrationen hatten die Opelaner angekündigt, doch daraus wird erst mal nichts. Der Proteststurm ist vertagt, der Betriebsrat schaltet von Konfrontation auf Kooperation. Dafür gibt es Gründe.

HB RÜSSELSHEIM. Im festgefahrenen Poker um Opel hat der Betriebsrat seine angekündigten Protestaktionen verschoben und setzt vorerst auf Kooperation. "Wir wollen unsere Verantwortung übernehmen und nicht Randale um der Randale willen machen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa. Derzeit sehe er keine Notwendigkeit für öffentliche Proteste der Opel-Belegschaft. "Wir warten erst einmal die Gespräche ab." GM-Vize John Smith will sich an diesem Mittwoch mit Magna - Managern zu einem Gespräch treffen. An diesem Freitag wollten zudem Vertreter von Bund und Ländern erneut mit GM-Managern verhandeln.

Wegen der Hinhaltetaktik des ehemaligen Mutterkonzerns General Motors (GM) hatte Franz vor zwei Tagen angekündigt, die Belegschaft werde aktiv werden, wenn es bis Ende der Woche keinen Beschluss gebe. Man sei mit der Geduld am Ende. Nach Gewerkschaftsangaben wurde eine Demonstration vor dem Brandenburger Tor oder der US-Botschaft in Berlin geprüft. Diesen Überlegungen widersprach Franz. "Wir wollen keine Verstimmung zwischen der amerikanischen und deutschen Regierung hervorrufen.

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