GM-Peugeot
Die Hochzeit der schwachen Autoriesen

General Motors und PSA Peugeot Citroen feiern ihre neue Allianz. Doch die Partnerschaft der Autoriesen ist nur eine Notgemeinschaft, um das Europageschäft wieder profitabel zu machen.
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Frankfurt/Paris/New YorkVoll zufrieden zeigten sich die neuen Partner GM und PSA nach Abschluss ihrer Allianz in New York: „Die Partnerschaft birgt enorme Chancen“, betonte GM-Boss Dan Akerson. PSA-Boss Philippe Varin sprach von einem „herausragenden Moment“ für beide Konzerne.

Nach langen Verhandlungen haben sich die Unternehmen gestern nach Börsenschluss auf eine globale Allianz geeinigt. Dazu steigt GM im Zuge einer Kapitalerhöhung über eine Milliarde Euro von PSA mit sieben Prozent bei dem französischen Autobauer ein und wird zum zweitgrößten Aktionär der Franzosen nach der Peugeot-Familiengruppe, deren Anteil von 30 auf 25 Prozent sinkt. Die Unternehmen wollen ihren Einkauf weltweit bündeln und gemeinsame Fahrzeugarchitekturen, Komponenten und Module nutzen. Die Synergien daraus sollen sich nach fünf Jahren auf jährlich zwei Milliarden Dollar belaufen.

Vor allem bei Klein- und Mittelklassefahrzeugen sehen die Konzerne Potenzial. Die beiden Unternehmen erwägen darüber hinaus, eine neue gemeinsame Architektur für Automobile mit besonders niedrigen Emissionen zu entwickeln. Das erste gemeinsam entwickelte Auto soll 2016 starten. Die Kooperation sieht auch integrierte Transport- und Logistikketten vor. Weitere Möglichkeiten würden ausgelotet.

Es ist eine Notgemeinschaft zweier Unternehmen, die zu den Verlierern des Autojahrs 2011 zählen. Opel brockt der Konzernmutter in Detroit seit Jahren Verluste ein, die sich auf Milliardenbeträge summieren. Auch Peugeot steckt in der Krise. 2011 machte der Konzern im Autobereich einen Verlust von 430 Millionen Euro. Rentable Konzernteile wie das Logistikgeschäft sollen teilweise verkauft werden.

Die Allianz ersetze nicht die unabhängig voneinander verfolgten jeweiligen Bemühungen, im Europageschäft wieder nachhaltig profitabel zu sein, räumte Akerson ein. Unmittelbar werde die Produktion der beiden Gruppen nicht betroffen. Langfristig ist aber denkbar, dass Opel-Modelle bei PSA produziert werden oder umgekehrt, wie Varin dem Handelsblatt bestätigte: „2016 werden wir die Ergebnisse unserer gemeinsamen Plattform-Entwicklung haben. Da einige Werke wettbewerbsfähiger sind als andere, kann das Folgen für die Verteilung der Produktion haben.“

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Die Hochzeit der schwachen Autoriesen

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Sinkende Preise, schwächelnder Absatz

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  • Richtig Aquentus!
    Es ist es doch ein schönes Kompliment, dass die aktuellen Produkte der Firma Hyundai äußerlich stark den Opelmodellen ähneln und nicht denen aus Wolfsburg (vergleiche Hyundai i40cw und Opel Astra Sports Tourer).
    Auch ich bedaure, dass viele Wirtschaftsjounalisten der GM-PR folgen ohne zu hinterfragen. Auch merkt man, dass das Opel-Bashing aus einer Abneigung gegenüber der Marke herrührt. Einer Marke, die einst in einem Atemzug mit Mercedes-Benz genannt wurde (wobei der Stern der lezteren auch am sinken ist) und die llaut Objektiven Bewertungen (TÜV/Dekra) hohe Qualität bietet. Und wie von Aquentus bereits angeführt, werden Opels Probleme hauptsächlich in Detroit/USA hergestellt.

  • Aquentus:
    Laut Angaben des Handelsblattes (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autoindustrie-sind-die-patente-von-gm-und-opel-unzertrennlich/3125524.html) wurden die Patente und das Know-How von Opel an GM für 1,8 Mrd.€ an GM verkauft und als Gegenleistung gab es nicht mal Cash sondern einen Schuldschein. Der Payback für GM ist weniger als drei Jahre da (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/lizenzen-teure-trennung-opel-zahlt-milliarden-an-gm/3192164.html) Opel zur Zeit ca. 800 Mio € pro Jahr für die Nutzung dieser Patente zahlt. Welches unabhängiges Unternehmen würde so einen Vertrag eingehen, insbesondere wenn man nur in Europa agieren darf und nun das formals eigene Know How weltweit vermarket wird und hier Chance auf eigene Lizenzgewinne genommen wurden. Somit ist Opel schlechter gerechnet als es ist. Dann werden genügend "Serviceleistungen" in Rechnung gestellt sein um weitere Kosten in Opel zu plazieren. Schade finde ich es dass selbst das Handelsblatt auf solche offensichtlichen Punkte in der Kommentierung nicht eingeht.

  • Es gibt nur einen Weg einen Autokonzern profitabel zu machen. Gute Autos zu bauen, die der Markt will. Und dazu sind die hohen Herren in diesen Firmen offensichtlich nicht fähig. Alles Andere ist nur Geschwätz und führt, sofern dieser Faktor nicht real ist, zu gar nichts! Überkapazitäten sind übrigens auch die Folge rückgängiger Verkaufszahlen.

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