GM plant tiefere Einschnitte als bisher bekannt
Bochumer Opel-Werk droht Schließung

Der US-Autokonzern General Motors (GM) plant für sein Europageschäft ein weiter gehendes Sanierungsprogramm als bislang bekannt.

zel/hz DÜSSELDORF. Wie am Dienstag aus Unternehmenskreisen verlautete, wird es zwar kurzfristig nicht zur Schließung des Saab-Werkes im schwedischen Trollhättan oder der Opel-Stammfabrik in Rüsselsheim kommen. Stattdessen rückt das Opel-Werk in Bochum wegen seiner niedrigen Produktivität immer stärker in den Fokus der GM-Manager. In Gewerkschaftskreisen hieß es, das Bochumer Werk könne die Produktion der nächsten Mittelklasse-Modelle von Astra-Kombi und Zafira verlieren und würde damit überflüssig. Betroffen von einer Schließung wären 6000 Beschäftigte.

Bisher war lediglich bekannt, dass General Motors in einer ersten Runde in Europa zwischen 10 000 und 12 000 Arbeitsplätze abbauen will. Der US-Konzern veröffentlicht morgen sein Ergebnis für das dritte Quartal dieses Jahres. Gleichzeitig sollen Details zum Sanierungsplan für Europa genannt werden.

Die größten Arbeitsplatzsorgen gab es bislang in Trollhättan und Rüsselsheim, weil die Modelle Vectra und Saab 9-3 künftig in einer einzigen Fabrik gebaut werden. Eine mögliche Schließung eines der beiden Werke scheint aber vom Tisch; stattdessen plant GM an beiden Standorten einen einschneidenden Personalabbau.

Ein einzelnes Werk könne angesichts der Vernetzung mit anderen Fabriken nicht kurzfristig aufgegeben werden. Zuvor sei eine Neuordnung der Aufgaben notwendig, hieß es bei GM Europa in Zürich.

Für ein Aufatmen in Bochum besteht hingegen kein Anlass: Bei GM wird den Kreisen zufolge die Streichung einer kompletten Fabrik von 2009 an erwogen. Offiziell wollte GM keine Stellungnahme zu einer möglichen Aufgabe des Werkes Bochum abgeben.

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