GM steigt parallel aus
Toyota kauft sich bei Subaru ein

General Motors (GM) steigt bei der Mutter der Automarke Subaru aus, Fuji Heavy Industries. 8,7 Prozent der Anteile an dem Konzern übernimmt Toyota.

HB TOKIO. Wie der US-Automobilkonzern am Mittwoch mitteilte, beträgt der Preis für den Anteil rund 315 Millionen US-Dollar in bar. GM kündigte an, sich komplett von seiner insgesamt 20 Prozent hohen Beteiligung an Fuji Heavy zu trennen und die Kooperation mit Subaru zu beenden. Fuji Heavy teilte mit, dass mit dem neuen Aktionär Toyota nun über eine Zusammenarbeit verhandelt wird.

Die verbleibenden 11,3 Prozent der Anteile sollen an das zuvor von Fuji Heavy angekündigte Aktienrückkaufprogramm gehen oder über den Markt verkauft werden, teilte GM weiter mit.

GM hatte ihren Ausstieg aus der Partnerschaft mit Fuji Heavy damit begründet, dass es nicht ausreichend gemeinsame Projekte der Partner gegeben habe, die einen Fortbestand der Allianz gestützt hätten. Beide Unternehmen seien zu dem Schluss gekommen, künftig mit einem unterschiedlichen Geschäftsansatz besser zu fahren. GM will sich nach eigener Aussage wieder auf ihre eigenen Bemühungen und Ressourcen in den am schnellsten wachsenden Märkte der Asien-Pazifik-Region konzentrieren. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit den anderen Beteiligungen des US-Unternehmens. Dazu zählen die Autohersteller Suzuki und Isuzu.

GM hatte mit Fuji Heavy seit dem Einstieg im Jahr 2000 in verschiedenen Projekten in der Produktentwicklung, dem weltweiten Einkauf und dem Vertrieb zusammengearbeitet. Die Kooperation bei dem aktuell einzigen gemeinschaftlichen Auto, dem Saab 9-2x, werde zunächst fortgesetzt, teilte GM weiter mit.

Fuji Heavy senkte in Folge des geplanten Endes von einigen gemeinsam mit GM betriebenen Projekten die Jahresprognose für den Nettogewinn. Wie das Unternehmen am Mittwoch in einer separaten Mitteilung mitteilte, wird der Nettogewinn für das Gesamtgeschäftsjahr nun bei 12 Milliarden Yen (88 Millionen Euro) erwartet. Zuvor war der japanische Konzern noch von einem Nettoergebnis von 15 Milliarden Yen ausgegangen.

Dem weltgrößten Autokonzern dürfte die Finanzspritze durch den Anteilsverkauf gelegen kommen, da GM nach wie vor unter hohen Pensions- und Gesundheitsversicherungskosten sowie unter einem rückläufigen Absatz auf seinem Heimatmarkt leidet.

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