GM übertrumpft VW
Chinesen steigen vom Volkswagen auf den Amischlitten um

General Motors hat im abgelaufenen Jahr 35,2 Prozent mehr Autos in China verkauft. Volkswagen hingegen büßte 13,8 Prozent ein. Und die US-Amerikaner geben weiter Gas.

HB SCHANGHAI. Auf dem mittlerweile drittgrößten Automarkt der Welt verkaufte GM 665 390 Fahrzeuge nach 492 014 im Jahr 2004, wie der Konzern am Donnerstag bekannt gab. Damit steigerte GM seinen Marktanteil per Ende 2005 um 1,8 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 11,2 Prozent.

Von solchen Zahlen kann man bei Volkswagen nur träumen. Die beiden chinesischen Gemeinschaftsunternehmen der Wolfsburger setzten im vergangenen Jahr nur noch 564 300 Fahrzeuge ab nach 655 000 im Jahr 2004. Damit sank die Verkaufszahl im zweiten Jahr in Folge, während GM wie der Gesamtmarkt kontinuierlich zulegte. Der gesamte Fahrzeugabsatz in China wuchs Expertenschätzungen zufolge im vergangenen Jahr zwischen 10 und 15 Prozent.

„GM hat von einer noch nicht da gewesenen Zahl neuer und überarbeiteter Produkte sowie einem wachsenden Markenangebot profitiert“, erklärte Kevin Wale, Präsident von GM China. Wale kündigte an, seine bestehenden Joint-Ventures in China sowie das Angebot an Fahrzeugmodellen ausweiten zu wollen.

GM heizt den Wettbewerb auf dem umkämpften chinesischen Markt aber auch mit einem neuen Preiskampf an. Wie Shanghai GM – das Gemeinschaftsunternehmen von GM mit dem größten chinesischen Hersteller Shanghai Automotive Industry Corp – am Mittwoch bekanntgab, senkte es die Preise für die Fahrzeugmodelle Regal und Espica zum Jahresbeginn um rund 11 Prozent oder 26 000 Yuan (2 670 Euro). In den USA brachten solche Preissenkungen GM allerdings in Schwierigkeiten, weil zwar der Absatz kurzzeitig stieg, der Konzern an den Autos aber nichts mehr verdiente.

China hat sich in den vergangenen Jahren von einem einfachen Markt mit zweistelligen Gewinnen zu einem der umkämpftesten Märkte der Branche entwickelt.

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