GM verkaufte im Januar zwei Prozent weniger Autos in den USA
Porsche fährt der Konkurrenz davon

Deutsche Autohersteller haben auf dem weltgrößten Automarkt USA überwiegend einen schlechten Start ins Jahr 2004 hingelegt. Sowohl der Münchener BMW-Konzern, als auch Volkswagen und Daimler-Chrysler mit der Marke Mercedes-Benz verkauften im Januar in den USA weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, wie aus den am Dienstagabend vorgelegten unbereinigten Zahlen hervorgeht.

HB FRANKFURT. Hingegen setzte Porsche mit Hilfe des Geländewagens „Cayenne“ deutlich mehr Autos ab. Analysten zufolge wirkte sich unter anderem das in weiten des Landes frostige Wetter negativ auf die Verkaufszahlen in den USA aus. Auch der Absatz beim weltweit drittgrößten US-Autobauer Ford ging zurück. Der Januar hatte in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr als im Vorjahresmonat.

Europas größter Autohersteller Volkswagen verbuchte in den USA im Januar ein Absatzminus von rund 26 Prozent. Im Januar seien 13.205 Fahrzeuge verkauft worden nach 17.811 im Vorjahr, teilte VW of America am Dienstag mit. Bei der Tochter Audi lagen die Auslieferungen in den USA mit 5005 Fahrzeugen ebenfalls unter dem Vorjahresergebnis von 5478 Autos. Der Absatz des Luxusmodells Audi A8 zog dabei deutlich an auf 410 nach 135 Autos im Vorjahr.

Der Münchener Autokonzern BMW legte mit einem Absatzminus von 19 Prozent in der Gruppe ebenfalls einen schlechten Start für 2004 hin. Der Absatz der BMW Group sei im Januar auf 16.135 Fahrzeuge gesunken, teilte BMW of North America am Dienstag mit. Von der Marke BMW seien 10.607 Fahrzeuge abgesetzt worden, ein Rückgang von 26 Prozent. Die Nachfrage nach dem bislang so gefragten Kultauto Mini ging ebenfalls zurück. Von dem Kleinwagen seien 2.756 Fahrzeuge verkauft worden nach 2.818 im Vorjahr.

Einen Absatzrückgang auf dem hart umkämpften US-Markt musste auch der deutsch-amerikanische Autobauer DaimlerChrysler bei der Marke Mercedes hinnehmen. Insgesamt verkaufte der Konzern mit 15.169 Mercedes 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Erneut verhalf nur der vor rund einem Jahr neu eingeführte Geländewagen „Cayenne“ dem Sportwagenhersteller Porsche im vergangenen Monat in den USA und Kanada erneut zu deutlich höheren Verkaufszahlen. Im Kerngeschäft Sportwagen verzeichnete das Stuttgarter Unternehmen hingegen deutliche Einbußen. Insgesamt kletterte der Absatz in Nordamerika um 66 Prozent auf 2314 Fahrzeuge, teilte Porsche am Dienstag mit. Dabei wurden von dem sportlichen Geländewagen Cayenne 1446 Stück ausgeliefert. Die Auslieferungen im Kerngeschäft mit den Sportwagen gingen um 38 Prozent auf 868 Wagen zurück. Das Minus bei der 911-er Baureihe liege mit 603 Einheiten bei 25 Prozent, beim Boxster seien mit 265 Fahrzeugen 55 Prozent weniger als im Vorjahr abgesetzt worden.

Der US-Autobauer Ford verbuchte im Januar einen mehr als fünfprozentigen Absatzrückgang. Im abgelaufenen Monat sei der Absatz mit 230.036 Fahrzeugen rund 5,2 Prozent gesunken.

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