GM will mehr einsparen - 500 Millionen nur ein Mindestziel
General Motors kündigt für Europa höhere Einsparungen an

Im Tauziehen um ein Sparpaket im Europageschäft des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) hat das Management die Messlatte höher gelegt. Das bisher verkündete Einsparziel von 500 Mill. Euro pro Jahr bis 2006 bezeichne nur eine Untergrenze, sagte GM-Europa-Vizechef Carl-Peter Forster dem Handelsblatt. „Wir wollen aber eindeutig mehr einsparen.“

FRANKFURT/M. Konkrete Zahlen nannte der Opel-Aufsichtsratschef, der auf einer Handelsblatt-Fachtagung zum Thema Automobilindustrie sprach, allerdings nicht. „Es hat sich in den letzten Wochen sicherlich viel bewegt“, sagte Forster. Die Verhandlungen würden getragen von dem Verständnis, dass es auch schmerzliche Anpassungen geben müsse. Insgesamt will GM in Europa bis zu 12 000 Arbeitsplätze streichen, davon allein 10 000 bei Opel. GM wolle jedoch „alle wettbewerbsfähigen Standorte“ in Europa erhalten, betonte Forster.

Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, kritisierte dagegen bei einer Veranstaltung der Gewerkschaft, das Klima bei den Opel-Verhandlungen sei vergiftet „durch die autoritäre Ankündigung“, 12 000 Leute zu entlassen. Huber betonte, die IG Metall strebe eine gesamteuropäische Lösung an und lehne es dementsprechend ab, an jedem einzelnen Standort Verhandlungen zu führen. Er betonte, Lösungen wie Abfindungen, Transfergesellschaft oder Joint Venture seien alles Möglichkeiten, betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.

Der Betriebsrat von Opel entscheidet heute über die gefundene Teillösung zum Stellenabbau bei Opel, die betriebsbedingte Kündigungen überflüssig machen soll. Geben die Arbeitnehmervertreter grünes Licht, ist wohl die letzte Hürde für einen Durchbruch bei den Verhandlungen genommen. Die Opel- Mitarbeiter sollen am Donnerstagmorgen über das Ergebnis informiert werden.

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