Zum Umbauplan gehören auch umfangreiche Neubesetzungen im Management von Opel. Nach Handelsblatt-Informationen wird der Präsident der amerikanischen Autogewerkschaft UAW, Bob King, im März in den Aufsichtsrat des Autoherstellers aus Rüsselsheim einrücken. Damit würde innerhalb kurzer Zeit der fünfte neue Vertreter aus den USA in das Kontrollgremium der deutschen Tochter einziehen.
Und zum 1. April wechselt der Unternehmensberater und Restrukturierungsexperte Thomas Sedran (47) von der Münchener Unternehmensberatung AlixPartners nach Rüsselsheim. Der Aufsichtsrat der Adam Opel AG hat Sedran zum Leiter des neu geschaffenen Ressorts Operations, Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategien ernannt.
Zuvor hatte GM bereits seine Entwicklungschefin Mary Barra als neue Kontrolleurin zur defizitären Europa-Tochter entsandt. Erst Ende November hatte GM-Vizechef Stephen Girsky den Vorsitz im Opel-Aufsichtsrat übernommen. Mit ihm waren auch die GM-Manager Tim Lee und Dan Ammann ins Kontrollgremium eingezogen.
Opel war durch Missmanagement und Qualitätsprobleme tief in die Krise geraten. Im Zuge des von der US-Konzernmutter aufgelegten Sanierungsprogramms für den Rüsselsheimer Autobauer wurden seit 2010 europaweit bereits 8.000 Stellen abgebaut. Das Werk im belgischen Antwerpen wurde geschlossen.
In Deutschland war von der Sanierung auch das Werk Bochum betroffen, wo bisher rund 1.450 Stellen gestrichen und etwa 250 Beschäftigte in das 250 Kilometer entfernte Rüsselsheim versetzt wurden. Bei Opel sind derzeit rund 40.000 Menschen beschäftigt.
@Energieelite
Sie haben doch überhaupt keine Ahnung, über was Sie da schreiben. Opel wird seit Jahren von GM systematisch ausgeblutet, verhindert, das Opel auf den erfolgreichen Märkten in Asian etc. Autos verkauft. Außerdem weiß GM geschickt, ihr Zahlenwerk zu verschleiern und Gewinne von Opel durch dunkle Kanäle GM gutzuschreiben.
Sie sind bestimmt kein Insider wie ich.
und das kriegt der Kunde halt eben mit.
Und dann wirds teuer.
Und wer dann wie Louis XVI auf dicke Welle machen möchte kriegt das mit seinen Kennzahlen halt eben auf den Schreibtisch.
Diesen ganzen Diversifizierungskiki kann sich inzwischen jeder low end Kunde im Internet ansehen.
Change management: das Problem dürfte inzwischen nicht mehr die zu fixen Einheiten entwickelten Vermarktungsbereiche betreffen, samt Entwicklung bis Prozessabläufe auch der Vermarktung.
Zusehends wird erkennbar mit welchem handfesten Problem wir es zu tun haben: mit veritablen Managementproblemen intern.
Außer: schlagt euch die Köpfe doch gegenseitig ein, ist bislang wenig produktives dabei herausgekommen: darüber können schon mal Standorte geschlossen werden oder eben auch nicht.
17 Kommentare
Alle Kommentare lesen