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GM will sparen: Opel-Chef versucht, Mitarbeiter zu beruhigen

Per Brief wollte Opel-Chef Stracke am Mittwoch die Mitarbeiter beruhigen, weil die Mutter General Motors wohl zwei Werke zur Disposition stellt. Doch Stracke konnte nur sagen, dass es „bis jetzt“ keine Entscheidung gebe.

Über Opel scheint einfach keine Sonne mehr. Quelle: dapd
Über Opel scheint einfach keine Sonne mehr. Quelle: dapd

Detroit/RüsselsheimNach der Strukturierung ist bei Opel vor der Strukturierung. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf gut informierte Quellen berichtet, plant der Mutterkonzern General Motors deutliche Einschnitte. Während General Motors 2011 laut einem Zeitungsbericht einen Gewinn von rund acht Milliarden US-Dollar ausweisen dürfte, steckt Opel weiter tief in den roten Zahlen.

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Nun packt GM die deutsche Tochter an allen Ecken und Enden hart an. In den jüngsten Diskussionen zwischen der Konzernzentrale in Detroit und Opel in Rüsselsheim soll auch wieder eine Schließung der Werke in Bochum mit 3100 Mitarbeitern sowie Ellesmore Port mit 2100 Mitarbeitern auf der Agenda stehen.

Bereits Anfang des Jahres hatte GM die Opelaner aufgefordert, auf einen Teil der für dieses Jahr geplanten Lohnerhöhung zu verzichten, war damit aber beim Betriebsrat gescheitert. Dieser hatte auf einen bis 2014 geltenden Vertrag verwiesen, der auch vom GM-Management unterzeichnet sei, und das ausschließe.

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Entscheidungen zu Werksschließungen gibt es laut Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke aber derzeit nicht. „Lassen Sie sich zunächst versichert sein, dass es bis jetzt keinerlei Entscheidungen im Opel/Vauxhall-Management, bei GM oder im Opel-Aufsichtsrat gibt, wonach Werke geschlossen, Stellen abgebaut oder Produktionsvolumen verlagert werden soll“, schrieb Stracke in einem Brief an die Opel-Beschäftigten. Zweifellos müsse Opel „gewisse Probleme“ lösen. Die Opel-Führung setze alles daran, dies gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern zu schaffen.

Doch damit gibt sich GM nicht zufrieden. Neben den nun offenbar wieder zur Debatte stehenden Werksschließungen sollen unter anderem im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim bis zu 1400 Stellen wegfallen. Diese Zahl soll nach Unternehmensangaben allerdings einen erheblichen Anteil von Mitarbeitern externer Dienstleister beinhalten.

Der Opel-Betriebsrat hat Meldungen über geplante Werksschließungen zurückgewiesen. „Ich habe überhaupt keinen Hinweis darauf, dass GM plant, bestehende Verträge mit uns zu verletzen“, sagte der Opel-Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug. Die Verträge schließen Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen bis 2014 aus.

Erst im Dezember hatte der neue Opel-Aufsichtsratschef, GM-Manager Stephen Girsky, Korrekturen an den bereits bestehenden Sparplänen angedeutet. „Der Plan ist offensichtlich nicht gut genug, schließlich verlieren wir weiter Geld. Wir müssen einen neuen Plan entwickeln.“ Opel werde im vierten Quartal einen Verlust von mehr als 300 Millionen Dollar ausweisen, wie mit den Zahlen Vertraute sagten. Im Schlussquartal bekam Opel den Absatzrückgang in den Schuldenländern Südeuropas voll zu spüren. Allein im Dezember brachen die Neuzulassungen der Schwestermarken Opel und Vauxhall nach Daten des Herstellerverbandes ACEA in der EU um 17,4 Prozent zum Vorjahr ein.

  • 16.02.2012, 12:11 UhrAnonymer Benutzer: Nils

    @Energieelite
    Sie haben doch überhaupt keine Ahnung, über was Sie da schreiben. Opel wird seit Jahren von GM systematisch ausgeblutet, verhindert, das Opel auf den erfolgreichen Märkten in Asian etc. Autos verkauft. Außerdem weiß GM geschickt, ihr Zahlenwerk zu verschleiern und Gewinne von Opel durch dunkle Kanäle GM gutzuschreiben.
    Sie sind bestimmt kein Insider wie ich.

  • 08.02.2012, 23:57 UhrAnonymer Benutzer: p_s

    und das kriegt der Kunde halt eben mit.

    Und dann wirds teuer.

    Und wer dann wie Louis XVI auf dicke Welle machen möchte kriegt das mit seinen Kennzahlen halt eben auf den Schreibtisch.

  • 08.02.2012, 23:51 UhrAnonymer Benutzer: hmpf

    Diesen ganzen Diversifizierungskiki kann sich inzwischen jeder low end Kunde im Internet ansehen.

    Change management: das Problem dürfte inzwischen nicht mehr die zu fixen Einheiten entwickelten Vermarktungsbereiche betreffen, samt Entwicklung bis Prozessabläufe auch der Vermarktung.

    Zusehends wird erkennbar mit welchem handfesten Problem wir es zu tun haben: mit veritablen Managementproblemen intern.

    Außer: schlagt euch die Köpfe doch gegenseitig ein, ist bislang wenig produktives dabei herausgekommen: darüber können schon mal Standorte geschlossen werden oder eben auch nicht.

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