Goldene Aktie
Berlin will EADS rasch schützen

Peter Hintze, Wirtschaftsstaatssekretär und Koordinator für Luft- und Raumfahrt der deutschen Bundesregierung, ist optimistisch, mit der französischen Seite schnell eine Einigung über den zukünftigen Schutz von EADS gegen feindliche Übernahmen erreichen zu können. Möglich wäre eine „Goldene Aktie“.

HB DÜSSELDORF. „Ich bin zuversichtlich, dass wir alle zu klärenden Fragen bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Frühjahr 2008 geklärt haben werden“, sagte Hintze dem Handelsblatt. Die Bundesregierung hatte als Schutz vor Übernahmen die Einführung von sogenannten „goldenen Aktien“ bei EADS vorgeschlagen. Diese Sonderstimmrechte sollen den Regierungen Frankreichs und Deutschlands bei wichtigen strategischen Fragen ein Veto-Recht geben. Damit sollen beide Staaten ihre strategischen Interessen bei EADS schützen können, ohne Einfluss auf das Tagesgeschäft zu haben.

Hintze bestätigte, dass er die Bundesregierung bei den Beratungen hierzu vertreten wird. Diese Gespräche hatten Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den beiden privaten EADS-Großaktionären, Daimler-Chrysler und Lagardère, bei ihrem Treffen im Juli vereinbart. „Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass EADS auf Dauer ein europäischer Luft- und Raumfahrt-Konzern unter deutsch-französischer Verantwortung bleibt“, sagte Hintze. Zum Zeitplan der Gespräche machte er keine Angaben. Deutschland und Frankreich stellen die wichtigsten Anteilseigner der Airbus-Muttergesellschaft EADS.

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