Goldförderung
Der große Coup der kanadischen Barrick

Mit dem Erwerb von Placer Dome gelang der Barrick Gold Corporation der Sprung an die Spitze der Goldförderer. Für 2006 erwarten die Kanadier nun eine Produktion von bis zu 8,9 Millionen Unzen Gold, doch damit nicht genug: Mit weiteren Übernahmekandidaten wird bereits verhandelt.

OTTAWA. Es passiert nicht alle Tage, dass ein Konzern binnen Jahresfrist die Produktionsmenge seines wichtigsten Produktes fast verdoppelt. Oder dass der Nettogewinn eines Quartals höher liegt als der des gesamten Vorjahres. Die kanadische Barrick Gold Corporation überraschte mit ihren Quartalsergebnissen Anfang August aber selbst die Analysten, die sich auf gewaltige Sprünge eingestellt hatten.

Die Zahlen für das zweite Quartal 2006 spiegeln – neben dem gestiegenen Goldpreis – den großen Coup des vergangenen Jahres wider: Barrick kaufte damals den heimischen Konkurrenten Placer Dome und stieg zur Nummer 1 unter den Goldproduzenten auf. Für 2006 erwartet Barrick eine Produktion von 8,6 bis 8,9 Millionen Unzen Gold – im vergangenen Jahr waren es noch 5,46 Millionen Unzen. Hinzu kommen rund 165 000 Tonnen Kupfer. Auf 401 Mill. US-Dollar belief sich Barricks Gewinn in 2005 – im zweiten Quartal 2006 waren es 459 Mill. Dollar.

Mit Placer Dome hat Barrick aber nicht nur produktive Bergwerke, sondern auch langfristige Reserven eingekauft. Die Kombination von Barrick und Placer Dome „versieht uns mit einer beispiellosen Pipeline von Projekten und Möglichkeiten, die unsere Zukunft für viele Jahre auf eine solide Basis stellt“, sagt Barrick-Chef Greg Wilkens.

„Die Unternehmen der Branche müssen zeigen, dass sie wachsen können. Wenn nicht, werden sie beim Aktienpreis bestraft“, urteilt John Ing, Chef vom Investmenthaus Maison Placements. Angesichts der aussichtsreichen Entwicklungsprojekte und Reserven sei es unerheblich, ob Barrick in der aktuellen Statistik „weiter die Krone behält“ und bei der Produktion vor den Konkurrenten Newmont mit etwa 8,55 Millionen Unzen und Anglo American mit rund 6 Millionen Unzen bleibt, sagt Ing.

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