Goldman Sachs und Fidelity erwerben zehn Prozent
Anlagenbauer VA Tech hat neue Großaktionäre

Kurz vor der außerordentlichen Hauptversammlung am morgigen Dienstag und wenige wenige Tage nach dem gescheiterten Einstiegsversuch von Siemens sind um den österreichischen Anlagenbaukonzern VA Technologie AG neue Übernahmespekulationen entbrannt.

HB DÜSSELDORF. Diese entzünden sich an dem Einstieg der der US-Investmentbank Goldman Sachs und der US-Fondsgesellschaft Fidelity an VA Tech. Fidelity hat sich 5,2 Prozent beteiligt, Goldman Sachs mit 4,9 Prozent, teilte VA Tech am Freitag in Linz mit.

Gleichzeitig erklärte die Victory Beteiligungsholding um den österreichischen Industriellen Mirko Kovats, sie habe ihre Beteiligung um 1,3 Prozentpunkte auf 13,6 Prozent erhöht. Kovats wollte gemeinsam mit Siemens den auf Energieübertragung und Anlagenbau spezialisierten Konzern übernehmen.

Die Aktie von VA Tech zog zwischentzeitlich bis auf 48,30 Euro an und war größter Gewinner im Leitindex der Wiener Börse ATX. Der Kurs hatte am 7. September noch bei 54 Euro geschlossen. Nachdem Siemens seine Übernahmeabsichten wegen des massiven Widerstands der Regierung in Wien und des VA-Tech-Vorstandes aufgab, brach die Aktie bis auf 43 Euro ein. Unklar ist, ob die Investoren die Aktienpakete in dieser Zeit erwarben. Auch ihre Motive bleiben vorerst unklar.

Wichtigster Tagesordnungspunkt der Hauptversammlung ist die Zustimmung der Aktionäre zu einer Kapitalerhöhung. VA Tech will bis zu 3,83 Mill. neue Aktien ausgeben, um das dünne Eigenkapitalpolster zu stärken und die laufende Restrukturierung zu finanzieren. VA Tech erwartet für 2004 einen Verlust von rund 70 Mill. Euro. Für einen entsprechenden Beschluss ist allerdings eine Mehrheit von 75 Prozent der HV-Präsens erforderlich. Gemeinsam mit der staatlichen Beteiligungsholding ÖIAG (14,7 Prozent) kommen Victory und die beiden US-Finanzinvestoren auf einen Stimmenanteil von 38,4 Prozent.

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Redakteur
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