Golf-Produktion
Bei VW laufen die Bänder auch in den Ferien

Der Betriebsrat des Automobilherstellers Volkswagen hat einer zusätzlichen Fertigung des Golfs auch in den Werksferien zugestimmt. Die Arbeitnehmervertreter hätten ein Interesse daran, so viele Fahrzeuge wie möglich im Stammwerk zu produzieren, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh am Dienstag

HB HANNOVER. „Allerdings kann es nicht angehen, dass erstmals vier Wochen vor Beginn des seit einem Jahr feststehenden Werksurlaubs über Zusatzschichten in der Sommerpause mit uns gesprochen wird“, kritisierte Osterloh. Die Werksferien beginnen Ende Juli. VW war wegen der guten Auftragslage mit dem Wunsch nach Sonderschichten auf den Betriebsrat zugekommen. Dieser muss Zusatzschichten zustimmen.

Eine langfristige Programmplanung sei Aufgabe des Managements, sagte Osterloh. „Anscheinend ist es hier auf Unternehmensseite zu erheblichen Fehlleistungen gekommen“, kritisierte der Betriebsratschef. Er betonte, dass die Regelung auf Freiwilligkeit basiere: „Wer will, kann arbeiten. Wer nicht, macht Urlaub.“ Für diejenigen, die arbeiten, habe der Betriebsrat durchgesetzt, dass sie zwischen Bezahlung und Freizeitausgleich wählen könnten.

VW fährt bereits seit einigen Monaten in der Golf-Produktion an Wochenenden Zusatzschichten. In den ersten fünf Monaten lieferte VW europaweit 178 000 Golf an Kunden aus, 6,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Das Stammwerk Wolfsburg war lange schwach ausgelastet und litt unter hohen Kosten. Während der Flaute wurden damals die Werksferien genutzt, um die Bänder anzuhalten.

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