Golf-Sport kein Thema
Puma will dieses Jahr auch in den USA wachsen

Der fränkische Sportartikelhersteller Puma erwartet anders als die Konkurrenz in diesem Jahr auch auf dem schwierigen US-Markt ein Wachstum. Zudem bekräftigte Puma seine Prognosen für 2003.

Reuters HERZOGENAURACH. „Unsere Guidance steht, darüber hinaus kann ich das nicht kommentieren“, sagte Vorstandschef Jochen Zeitz in einem Reuters-Interview am Mittwoch. Puma hat für 2003 ein Wachstum des Vorsteuergewinns um 50 % und des Umsatzes von mehr als 30 % angekündigt. Das Traditionsunternehmen legt nächste Woche Quartalszahlen vor, auf die Zeitz nicht eingehen wollte.

Anders als die Konkurrenten Adidas-Salomon und Nike erwarte das Unternehmen auch 2003 auf dem schwierigen US-Markt ein Wachstum. „Wir erwarten sicherlich ein Wachstum unseres Geschäftes in den USA in diesem Jahr“, sagte Zeitz, der den Konzern seit zehn Jahren leitet und aus einer Ertragskrise geführt hat. Die USA, wo Puma einen Marktanteil von etwa zwei Prozent halte, würden bis 2004 Europa als bisher größten Markt für das Unternehmen ablösen.

Seit mehr als zwei Jahren konzentriert sich Puma auf Sportmode auch für die Freizeit, der so genannten sportlichen Lifestylemode, die gerade bei Jugendlichen den Trend traf.

Zeitz bestätigte auch die mittelfristige Planung, wonach Puma bis 2006 ein jährlich zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Gewinn anpeile, das am Ende aber schwächer ausfallen werde. „Es ist wahrscheinlich, dass die Wachstumsraten am Beginn der (2002 begonnenen) Phase drei schneller sein werden als am Ende 2006, das ist unsere Prognose.“ Puma hatte im vergangenen Jahr seinen Konzerngewinn verdoppelt. Anders als der Konkurrent Adidas wolle Puma nicht in den stark wachsenden Golfsport einsteigen. „Wir könnten sicherlich jetzt in das Golfgeschäft einsteigen, haben aber momentan andere Prioritäten. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, dies zu tun.“

Der heimische Konkurrent Adidas-Salomon hatte am Dienstag sein Interesse an einer Übernahme des unter Gläubigerschutz stehenden Golfball-Herstellers Top-Flite bestätigt. Im Januar hatte Adidas bereits die Golfmarke Maxfli übernommen, um seine Kompetenz in dieser Sportart zu stärken.

Zeitz reagierte gelassen auf die Pläne des Modehauses Hugo Boss, auch mehr sportliche Lifestylemode ins Sortiment zu nehmen. Puma könne eine größere Glaubwürdigkeit in diesem Bereich geltend machen als eine Modemarke, sagte der Vorstandschef.

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