Graumarktgeschäfte
Ermittlungen gegen Chrysler-Chef eingestellt

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den Chef der US-Tochter von Daimler-Chrysler, Dieter Zetsche, ergebnislos eingestellt. Es habe sich kein Anfangsverdacht ergeben, sagte eine Sprecherin der Behörde. Zetsche war bezichtigt worden, in einem Gerichtsverfahren Falschaussagen gemacht zu haben.

HB STUTTGART. Zetsche wurde zunächst ebenfalls verdächtigt, andere Zeugen zu Falschaussagen angestiftet zu haben. Der Chef der US-Tochter von Daimler-Chrysler hatte als früherer Vertriebs- und Nutzfahrzeugchef des Unternehmens in einem Prozess um so genannte Graumarktgeschäfte ausgesagt, bei denen mit Rabatten erworbene Nutzfahrzeuge vorzeitig weiterveräußert wurden.

In dem Verfahren war ein Spediteur verurteilt worden, der Zetsche vorwirft, von seinen Graumarktgeschäften gewusst zu haben. Zetsche hatte dies als Zeuge im Prozess gegen den Spediteur vor dem Stuttgarter Landgericht im Dezember 2002 jedoch bestritten.

Bei sogenannten Graumarktggeschäften werden Autos am offiziellen Vertrieb vorbei billiger verkauft. Auf diese Weise sollen die Verkaufszahlen in die Höhe getrieben werden.

Der Spediteur hat auch gegen fünf weitere damalige Mitarbeiter der Vertriebsorganisation Anzeige wegen Meineids erstattet. Die Überprüfung dieser Anzeigen sei noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Fall Zetsche sei vorrangig behandelt worden.

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