Green-Tech Deutsche Firmen profitieren vom US-Ökotrend

Die Green-Tech-Branche entwickelt sich zu einem äußerst dynamischen Faktor der US-Wirtschaft. Deutschen Firmen bieten sich hier große Absatzmöglichkeiten. Wie üppig die tatsächlich ausfallen, hat jetzt eine Studie ermittelt. Und das Ergebnis ist äußerst positiv.
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Solarfirmen gehören zu den Green-Tech-Profiteuren. Quelle: dpa

Solarfirmen gehören zu den Green-Tech-Profiteuren.

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BERLIN. Viele deutsche Unternehmen werden davon profitieren. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Unternehmen der Green-Tech-Branche in den USA, die die Außenhandelskammern in den USA in Kooperation mit der Unternehmensberatung Roland Berger durchgeführt haben. Unter den 300 Unternehmen, die an der dem Handelsblatt vorliegenden Umfrage teilgenommen haben, befanden sich auch zahlreiche US-Niederlassungen deutscher Firmen.

Der Umfrage zufolge rechnen unter den US-Firmen 34 Prozent mit einem Wachstum des Ertrages von mehr als zehn Prozent bereits innerhalb des nächsten Jahres und von weiteren 51 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre. Unter den Niederlassungen deutscher Unternehmen in den USA ist die Stimmung noch besser: 38 Prozent erwarten einen um mindestens zehn Prozent höheren Ertrag innerhalb eines Jahres und rechnen mit weiteren 60 Prozent für die nächsten fünf Jahre. Die positiven Erwartungen werden sich in neuen Jobs niederschlagen. 87 Prozent der Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, wollen bereits in diesem Jahr neue Arbeitsplätze schaffen.

"Während die politische Diskussion über internationale Klimapolitik stockt, entwickelt sich gerade der US-Markt für erneuerbare Energien dynamisch. Deutsche und US-amerikanische Firmen sehen in den nächsten Jahren große Marktpotenziale in den USA. Dabei bilden die jahrzehntelangen transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen eine gute Basis für Kooperationen im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz", sagte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dem Handelsblatt. Deutsche Firmen täten gut daran, jetzt die Chancen zu nutzen. Die Erfahrungen zeigten, "dass vor allem die chinesischen Wettbewerber nicht schlafen", sagte Wansleben.

Derzeit funktioniert die Kooperation zwischen deutschen und US-Unternehmen sehr gut: 29 Prozent der US-Unternehmen pflegen Partnerschaften zu ihren deutschen Pendants, davon sind 48 Prozent erst in den letzten beiden Jahren entstanden.

Allerdings gibt es auf dem US-Markt auch Wermutstropfen. Die deutschen Unternehmen beklagen das Fehlen einheitlicher und verlässlicher Standards auf US-Bundesebene. "In den USA ist mehr Einheitlichkeit und Berechenbarkeit der Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene dringend notwendig", sagte Wansleben. So müssten etwa protektionistische Vorschriften, ausländische Firmen aus dem Markt für Erneuerbare heraus zu halten, verhindert werden. "Außerdem gelten derzeit in jedem der 50 Bundesstaaten andere Förderbedingungen. Dieser Flickenteppich bremst die Marktentwicklung", kritisierte der DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Die Kooperation von deutschen und US-Unternehmen aus der Green-Tech-Branche steht auch im Mittelpunkt der Deutsch-Amerikansichen Energietage, die am Montag und Dienstag in Berlin stattfinden.

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