Gremium empfiehlt Annahme
Schering-Aufsichtsrat sieht Bayer-Gebot positiv

Nach dem Vorstand hat sich am Montag auch der Aufsichtsrat des Berliner Pharmaherstellers Schering für die milliardenschwere Übernahme durch den Bayer-Konzern ausgesprochen.

HB FRANKFURT. Das Gremium schließe sich der positiven Bewertung durch den Vorstand an und werde den Aktionären empfehlen, die Offerte anzunehmen, teilte Schering am Montag in Berlin mit. Bayer hatte 16,3 Mrd. Euro für Schering geboten und den Konkurrenten Merck damit ausgestochen.

Schering wäre die größte Übernahme in der 142-jährigen Firmengeschichte der Leverkusener. Mit den Berlinern würde Bayer im Pharmageschäft mit einem Umsatz von mehr als neun Mrd. Euro die Nummer eins unter den deutschen Arzneimittelherstellern werden.

Bayer will den Schering-Aktionären 86 Euro in bar zahlen und hat damit die unerwünschte Offerte des Darmstädter Rivalen Merck um zwölf Prozent überboten. Merck hat die Übernahme aufgegeben. Bayer will das gemeinsame Pharmageschäft in Berlin ansiedeln. Allerdings sind bei der Übernahme rund 6000 Stellen gefährdet.

Die Bundesregierung will ihre Bedenken gegen eine Übernahme des Berliner Pharmakonzerns auch weiterhin ansprechen, wie ein Sprecher in Berlin sagte. Anfang der Woche werde es ein Telefonat zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Bayer-Chef Werner Wenning geben. Gegenstand werde neben der geplanten Streichung von Arbeitsplätzen auch die Zukunft der Standorte Berlin und Leverkusen sein.

Weltweit beschäftigen Schering und Bayer zusammen in ihren Gesundheitssparten etwa 60 000 Menschen.

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