Griff nach VW
Porsche stellt hohen Gewinn in Aussicht

Der Sportwagenbauer Porsche hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008, das am 31. Juli endete, erneut einen hohen Gewinn in Aussicht gestellt.

FRANKFURT/STUTTGART. "Das Bilanz-Ergebnis steht zwar noch nicht fest, aber unsere Aktionäre werden wieder allen Grund zur Freude haben", sagte der Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Konzerns, Wendelin Wiedeking, am Mittwoch in Frankfurt laut Redetext. Porsche stehe "besser da als jemals zuvor in seiner 60-jährigen Geschichte als Sportwagenschmiede."

Porsche will am 26. November seine Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Spekuliert wird, dass der Sportwagenbauer mit Hilfe der VW-Anteile mehr Gewinn als Umsatz erzielen wird. 2006/07 hatten die Stuttgarter vor allem wegen der Beteiligung bei Volkswagen einen Vorsteuergewinn von 5,85 Milliarden Euro eingefahren. Der Jahresüberschuss lag bei 4,24 Milliarden und der Umsatz bei rund 7,4 Milliarden Euro.

Wiedeking bekräftigte die Absicht, die Mehrheit an den Wolfsburgern zu übernehmen: Porsche ist mit rund 35 Prozent größter Aktionär von Europas größtem Autokonzern und hat nach Ansicht von Wiedeking "den Volkswagen-Konzern vor der Gefahr bewahrt, von Hedgefonds übernommen und womöglich filetiert zu werden". Im November sollen die VW-Anteile auf über 50 Prozent steigen.

Der Autoboss bemängelte angesichts der Finanzmarktkrise mangelnde Verantwortung in vielen Unternehmen: "Die Gewinne haben sie früher selber eingesteckt, doch ihre Verluste wollen sie nun sozialisieren. Jetzt, wo der Karren im Dreck steckt, rufen sie lautstark nach dem Staat. Der soll mit dem Geld der Steuerzahler richten, was sie uns als Scherbenhaufen hinterlassen haben." Um einen Zusammenbruch des Gesamtsystems zu verhindern, komme der Staat darum leider nicht herum.

Die Bundesregierung hatte am Montag ein rund 500 Milliarden Euro schweres Rettungspaket für die gebeutelte Finanzbranche auf den Weg gebracht.

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