Größere Auslastung
Aufwärtstrend bei europäischen Fluglinien hält an

In der europäischen Luftfahrt hat sich der seit Jahresbeginn anhaltende Aufwärtstrend trotz des hohen Ölpreises auch im September fortgesetzt. Europas größte Fluggesellschaft Air France-KLM, die Billigflugline Easyjet und die skandinavische SAS steigerten im vergangenen Monat erneut ihre Passagierzahlen.

HB AMSTERDAM/LONDON. Allerdings entwickelte sich die Auslastung unterschiedlich. Bei Air France-KLM legte die Zahl der Passagiere um 4,4 Prozent auf 5,7 Millionen im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, die Auslastung (Sitzladefaktor) erhöhte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 79,5 Prozent. Die für den Umsatz maßgebliche Zahl der verkauften Passagierkilometer habe sich sich um 6,9 Prozent auf 14,7 Milliarden verbessert, teilte die seit dem Zusammenschluss der französischen Air France mit der niederländischen KLM umsatzstärkste Luftfahrtgesellschaft der Welt mit.

Überdurchschnittlich gut entwickelte sich das Geschäft in Nordamerika. Dagegen verschlechterte sich in Asien der Sitzladefaktor. Air France-KLM steigerte dort zwar die verkauften Passagierkilometer um 14 Prozent, hatte aber zuvor das Angebot noch stärker um gut 18 Prozent ausgeweitet. Auch andere große Fluggesellschaften wie die Lufthansa sehen in Asien einen wachstumsträchtigen Markt und haben dort ihre Kapazitäten ausgeweitet.

Easyjet erhöhte die Passagierzahlen im September sogar um 25 Prozent auf 2,36 Millionen. Die Auslastung erhöhte sich um einen Prozentpunkt auf 86,9 Prozent. Die Fluglinie bekräftigte ihren Gewinnausblick für das Gesamtjahr. Demnach erwartet das Unternehmen einen Vorsteuergewinn von mehr als 60 Millionen Pfund (rund 87 Millionen Euro) und läge damit mindestens 16 Prozent höher als 2003.

Passagierplus bei SAS

Analysten zufolge wird die Fluglinie wegen anhaltend hoher Ölpreise in den Wintermonaten weiter unter Druck stehen. Easyjet lehnt bislang wie Billigkonkurrent Ryanair einen zusätzlichen Aufpreis wegen der hohen Kerosinkosten ab.

Die von Verlusten belastete Fluglinie SAS verzeichnete im September ein Passagierplus von 3,4 Prozent. Allerdings verringerte sich die Auslastung der Maschinen um fast zwei Prozentpunkte auf nur noch 65,3 Prozent, was im Vergleich zu anderen Fluggesellschaften ein sehr schwacher Wert ist. Die Nummer Zwei in Europa, British Airways, hatte bereits am Dienstag erklärt, im September seien die Passagierzahlen um 3,6 Prozent und die Auslastung um 2,2 Prozentpunkte auf 77,9 Prozent gestiegen.

Die Lufthansa, drittgrößte europäische Fluglinie, wird am Montag ihre Verkehrszahlen veröffentlichen. Auch hier erwarten Experten erneut einen Anstieg. Lufthansa hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass wegen der hohen Treibstoffkosten ab Mitte Oktober die Tickets in Europa künftig sieben Euro (bisher zwei) und auf der Langstrecke 17 Euro (bisher sieben) deutlich mehr kosten werden. Dies gewährleistet nach Ansicht von Analysten der Lufthansa, dass sie ihr operatives Ergebnisziel von 300 Millionen Euro in diesem Jahr erreichen kann.

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