Größerer Verlust im ersten Halbjahr als erwartet
Bei Alstom sieht es weiter düster aus

Der französische Industriekonzern Alstom rechnet erst im Geschäftsjahr 2005/06 damit, in die Gewinnzone zurückzukehren. Im laufenden Geschäftsjahr sei ein erneuter Verlust „sicher“, im kommenden Jahr seien rote Zahlen „wahrscheinlich“, so CEO Patrick Kron. Im ersten Halbjahr des laufenden geschäftsjahres hat Alstom bereits einen größeren Nettoverlust erlitten als erwartet.

HB PARIS. Der angeschlagene Hersteller von Turbinen und Hochgeschwindigkeitszügen gab am Donnerstag für die sechs Monate bis Ende September einen Verlust von 624 Mill. € bekannt, verglichen mit einem Reingewinn von elf Mill. € vor einem Jahr. Dies sei zum Teil auf hohe Umstrukturierungskosten zurückzuführen. Alstom hatte einen Verlust von 500 Mill. € vorhergesagt. Das Volumen neuer Aufträge sei um 23 % auf 7,439 Mrd. € gefallen, teile der Konzern mit. Die Aussichten für das Gesamtjahr seien unbefriedigend. Im zweiten Halbjahr würden jedoch mehr Aufträge als im ersten erwartet.

Es waren die ersten Ergebnisse, seit die EU-Kommission einem Rettungsplan für den Konzern mit seinen rund 110 000 Beschäftigten zugestimmt hatte. Ende September war so der drohende Bankrott in letzter Minute abgewendet worden. Nach tagelangen Verhandlungen mit der französischen Regierung hatte die Kommission einem neuen milliardenschweren Rettungsplan vorläufig zugestimmt, an dem sich auch die Gläubigerbanken beteiligen. Damit soll die Existenz des Konzerns zumindest in den kommenden Monaten gesichert werden.

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