
HamburgVolkswagen dürfte einer aktuellen Prognose zufolge 2013 weltweit zweitgrößter Autobauer werden. Europas Marktführer profitiert im Vergleich zum US-Rivalen General Motors (GM) von einer deutlich höheren Wachstumsdynamik. Das gilt besonders für die weltweit größten Automärkte China und USA.
Hält der VW-Konzern Kurs, dürften die Deutschen kommendes Jahr an GM vorbeiziehen und auf Rang zwei der globalen Autobauer vorrücken. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Prognose des Center of Automotive Management (CAM) hervor, die dem Handelsblatt vorliegt.
Der Autobauer hat im Jahr 2011 insgesamt 9 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und war damit Spitzenreiter der Branche. Auch bei der Forschung ist GM vorn mit dabei: Das Budget dafür beträgt 6,9 Milliarden Dollar (2010).
Platz zwei beim Absatz: 8,4 Millionen Stück, bei der Forschung auf Platz drei (6 Milliarden Dollar).
Platz drei: 8 Millionen Fahrzeuge haben die Japaner abgesetzt. Toyota ist auch bei der Forschung Spitze: Der japanische Konzern gab mit 8,5 Milliarden Dollar so viel für die Forschung aus wie keiner der Mitbewerber.
Platz vier für die Koreaner (mit Kia): 6,1 Millionen Stück, bei der Forschung mit 5,7 Milliarden Dollar ebenfalls Vierter.
Mit 5,7 Millionen abgesetzten Fahrzeugen landet der US-Autobauer auf Platz fünf, bei den Forschungsausgaben mit 5 Milliarden Dollar ebenfalls.
Beim Autoabsatz sind die Japaner mit 4,7 Millionen Stück weltweit sechster. 4,7 Milliarden Dollar steckte Nissan in die Forschung (Platz sechs).
Mit 1,7 Millionen abgesetzten Fahrzeugen auf Platz zwölf, bei der Forschung mit einem Budget von 4,1 Milliarden Dollar auf Platz acht.
Platz 13 bei den Auslieferungen: 1,4 Millionen Stück, bei der Forschung auf Platz sieben (4,6 Milliarden Dollar).
Quellen: Ernst & Young (Absatz), Booz & Company, Unternehmensangaben (Forschungsausgaben)
Demnach verkauft der VW-Konzern 2013 rund 9,4 Millionen Autos. GM kommt auf 9,3 Millionen Pkw. „Volkswagen greift mit den wichtigen Marken Audi, VW, Škoda und Porsche auf ein breiteres und hochwertigeres Produktportfolio zurück als General Motors“, sagte CAM-Chef Stefan Bratzel dem Handelsblatt.
Der Weg zu Branchenprimus Toyota, den die Wolfsburger bis zum Jahr 2018 ablösen wollen, ist jedoch noch weit. Von Januar bis September verkauften die Japaner mit weltweit 7,4 Millionen Fahrzeugen mehr als VW und General Motors. Toyota war von 2008 bis 2010 beim Absatz Weltmarktprimus, büßte diese Position nach Finanzmarktkrise, imageschädigenden Rückrufaktionen und Naturkatastrophen in Serie aber ein.
„Toyota kommt mit hoher Dynamik aus den Krisenjahren zurück und distanziert GM und VW deutlich“, so Bratzels Analyse. Die wieder erstarkten Japaner sollen den CAM-Berechnungen nach 2013 rund 10,2 Millionen Autos verkaufen. Daran ändern offenbar auch die jüngsten Rückrufaktionen der Japaner nichts. „Aber Toyota muss das im Auge behalten“, sagte Bratzel.
Die 16 globalen Automobilkonzerne werden der CAM-Prognose zufolge im Gesamtjahr 2012 etwa 68 Millionen Pkw verkaufen. Das entspricht trotz der Krise in Europa gegenüber 2011 einem Zuwachs von rund sieben Prozent.

Er läuft und läuft und läuft. 29 Millionen Golfs hat Volkswagen inzwischen verkauft. Begonnen hat alles im Frühjahr 1974. Von da an wurde der Golf I bis zum Sommer 1983 über 6,2 Millionen Mal hergestellt. Er brachte frischen Wind in das VW-Modellprogramm. Das Modell war der Nachfolger des VW Käfers, allerdings wurde letzterer weiterhin verkauft. Die typische Schrägheck-Karosserie hat der italienische Designer Giorgio Giugiaro entworfen, sie prägte auch alle Nachfolgemodelle...

Innenraum der ersten VW-Golf-Generation.

Frontansicht VW Golf I

Er war ein Jugendtraum für viele. Der erste Golf GTI kam mit nur rund 800 Kilo Gewicht und 110 PS auf beeindruckende Fahrleistungen. Heute stehen unverbastelte Exemplare hoch im Kurs.

Auch bekannt geworden als Erdbeerkörbchen: Die erste Generation des Golf Cabrio im klassischen Marsrot lackiert, mit dem typischen Überrollbügel.

Tiefer, breiter, härter, schneller, und innen so weit ausgehöhlt wie möglich: Rallye-Golf 1 und 2.

1983 kam die zweite Version des Golf auf den Markt. Ein von Grund auf neu konstruiertes Auto. Der längere Radstand und die bauchigere Figur sorgten für deutlich mehr Platz im Innenraum. Ab 1986 war der Golf (Syncho) erstmals mit Allradantrieb zu kaufen. Allerdings wurden etwas weniger Exemplare verkauft als vom Vorgänger. 1988 läuft der zehn millionste Golf vom Band. Ein wichtiger Ableger ist der GTD: Der zu seiner Zeit sparsamste Diesel der Welt.

Innenraum eines Golf II.

Frontansicht VW Golf II

Der Golf II wird seit 1992 nicht mehr gebaut. Das Sondermodell Country floppt total, auch wenn es heute als wichtiger Vorläufer des SUV-Trends gilt.
Er läuft und läuft und läuft. 29 Millionen Golfs hat Volkswagen inzwischen verkauft. Begonnen hat alles im Frühjahr 1974. Von da an wurde der Golf I bis zum Sommer 1983 über 6,2 Millionen Mal hergestellt. Er brachte frischen Wind in das VW-Modellprogramm. Das Modell war der Nachfolger des VW Käfers, allerdings wurde letzterer weiterhin verkauft. Die typische Schrägheck-Karosserie hat der italienische Designer Giorgio Giugiaro entworfen, sie prägte auch alle Nachfolgemodelle...

Mehr, mehr, mehr. Das ist die aktuelle Devise. Hieraus resultierende Schäden interessieren nicht. Das Beispiel Toyota zeigt deutlich, wozu Gigantismus führt: Kontrollverlust beim Qualitätsmanagement. Die Zahl der Rückrufe jedenfalls geht nicht zurück. Der Leidtragende? Natürlich der Kunde, der für diesen Gigantismus auch noch zahlt. Statt von den Fehlern der anderen zu lernen regiert die typische Arroganz: Wir können es besser. Meine Erfahrungen als Fuhrparkleiter mit den Produkten des VW-Konzerns jedenfalls zeigen, daß man nichts gelernt hat. Der Kunde ist und bleibt das zahlende Versuchskaninchen.

"Volkswagen wird General Motors überholen"
Für wen ist das wichtig?
werden die VW autos preiswerter, wird der Service besser, werden die Mitarbeiter besser bezahlt oder was soll das?
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