Größte Vergaberunde seit den 60er Jahren
Großbritannien vergibt Lizenzen für die Förderung von Nordsee-Öl

Das Interesse an der Förderung von Öl und Gas in der Nordsee reißt nicht ab – obwohl die Ölreserven dort in den vergangenen Jahren kontinuierlich nachließen.

HB DÜSSELDORF. Die britische Regierung hat nun, um dem entgegenzuwirken, so viele Förderlizenzen an Ölunternehmen vergeben wie seit fast vierzig Jahren nicht mehr. Der britische Energieminister Malcolm Wicks gab gestern in London bekannt, dass 99 Firmen bei der Vergaberunde für die 152 Lizenzen zum Zuge gekommen seien. Darunter finden sich Schwergewichte wie Exxon-Mobil, Total und BP, aber auch eine ganze Reihe von Energiefirmen aus der so genannten zweiten und dritten Reihe wie Apache, Talisman Energy oder das dänische Staatsunternehmen Dong. Exxon hat gemeinsam mit Juniorpartner Royal Dutch Shell mit 28 Blocks die größte Lizenz erhalten, die je in Großbritannien vergeben wurde.

„Wir sehen das Ergebnis als einen Beweis des Vertrauens in die Zukunft der Öl- und Gasförderung in Großbritannien“, sagte Energieminister Wicks. Noch vor einem Jahr hatte die UK Offshore Operators Association, in der britische Förderunternehmen zusammengefasst sind, vor einem baldigen Ende des Ölsegens aus der Nordsee gewarnt, weil die Förderung nicht mehr wirtschaftlich sei.

Seitdem ist der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent aber dramatisch in die Höhe gegangen: Vor einem Jahr kostete es rund 40 Dollar. Gestern lag der Preis bei 65 Dollar. Das macht es für die Energiekonzerne wieder interessant, auch so genannte „reife“ Ölfelder wie die in der Nordsee mit Hilfe moderner Technologien weiter auszubeuten.

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