Größtes Minus in Deutschland
Mercedes-Absatz bricht drastisch ein

Das Auto mit dem Stern war im Januar alles andere als gefragt: Der Absatz von Mercedes-PKW brach drastisch ein. Den deutlich Rückgang sei „modellzyklusbedingt“, erklärte die Mercedes Car Group, die für das erste Halbjahr 2004 mit einer Absatzdelle rechnet. Gefragt waren dagegen zum Jahresauftakt die Modelle der Marke Smart, die die Bilanz etwas aufpolierte.

HB STUTTGART. Im Januar wurden zehn Prozent weniger Mercedes-Pkw verkauft. Die Gründe für die niedrigeren Verkaufszahlen lägen in dem bevorstehenden Modellwechsel beim Sportwagen „SLK-Roadster“ und in der Überarbeitung der C-Klasse im ersten Halbjahr, teilte der Konzern am Donnerstag mit. „Auf Grund dieser Markteinführungen erwartet Mercedes-Benz einen modellzyklusbedingt leichten Absatzrückgang im ersten Halbjahr, der durch steigende Volumina im zweiten Halbjahr kompensiert wird“, hieß es. Für das ganze Jahr rechnet Mercedes-Chef Jürgen Hubbert nach früheren Aussagen mit einem stabilen Absatz. Erst mit dem Modellwechsel der A- und M-Klasse sei 2005 ein Absatzsprung zu erwarten. Vom Kleinstwagen „Smart“, der ab April auch in einer viersitzigen Version zu haben ist, sollen 2004 mehr als 170 000 Stück verkauft werden.

Im Januar wurden 69 700 Pkw mit dem Mercedes-Stern weltweit verkauft, 10,1 % weniger als ein Jahr zuvor. Die C-Klasse ging 20 200 mal an die Kunden, ein Minus von 17 %.

Die Mercedes Car Group, zu der neben Mercedes-Benz noch der Kleinstwagen Smart gehört, lieferte im ersten Monat des Jahres mit 76 800 weltweit acht Prozent weniger Autos an die Kunden aus. Mit einem Plus von 20 % auf 7 100 Stück machte der Smart die Einbußen von Mercedes-Benz teilweise wett. Von dem im April in Europa anlaufenden Viersitzer „forfour“ sollen 2004 bis zu 50 000 Exemplare verkauft werden. Zusammen mit dem geplanten stabilen Absatz von Zweisitzer und Roadster käme Smart damit auf 170 000 verkaufte Fahrzeuge. Für den „fourfour“ kündigte Smart für Juni ein auf 3 000 Einheiten limitiertes Sondermodell an, das statt der üblichen 12 990 € brutto 11 700 € kosten soll.

Den stärksten Absatzrückgang verbuchte die Mercedes-Gruppe im Januar in Deutschland, wo die Verkaufszahlen um 13 % auf 19 000 schrumpften, bei Mercedes-Benz allein lag das Minus bei 15 %. Im übrigen Westeuropa ging der Absatz der beiden Marken um sechs Prozent auf 28 700 zurück, während Mercedes-Benz und Smart sich in Asien um 4,6 % auf 7 600 steigerten. In den USA ging der Absatz um 3,1 % auf 15 200 Stück zurück. Die Konzernmarke Chrysler hatte für Januar in den USA dagegen einen Absatzzuwachs von neun Prozent gemeldet.

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