Großaktionär
Lagadère will EADS-Anteile verkaufen

Der Großaktionär Lagadère will seine Milliarden-Anteile am Luftfahrtkonzern EADS veräußern. Auch Autobauer Daimler will seine verbleibenden Anteile loswerden. Einen möglichen Interessenten gibt es schon.
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ParisDer französische Lagardère-Konzern will sich bis Ende Juli von seinen Anteilen am europäischen Luft- und Raumfahrtriesen EADS trennen. Die Aktien, die 7,5 Prozent der EADS-Anteile ausmachen, sollten bis 31. Juli veräußert werden, erklärte der Medienkonzern am Freitag in Paris. Möglich sei, dass die Aktien von EADS selbst aufgekauft würden. Der Wert der von Lagardère gehaltenen EADS-Anteile wird auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt.

EADS hatte sich im Dezember mit den Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Spaniens auf eine neue Aktionärsstruktur geeinigt, mit welcher der Einfluss der Regierungen auf den Konzern zurückgefahren wird. Deutschland, Frankreich und Spanien werden künftig gemeinsam nur noch 28 Prozent des EADS-Kapitals halten, bislang waren es – direkt oder indirekt – mehr als 50 Prozent. Deutschland und Frankreich halten künftig je zwölf Prozent der Anteile, Spanien vier Prozent.

EADS

Aktionärsstruktur EADS

in Prozent


( mit der Maus über die Grafik fahren)

Die neue Aktionärsstruktur, die vergangene Woche auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der EADS-Aktionäre in Amsterdam abgesegnet wurde, erlaubt zudem den beiden Großaktionären Lagardère und dem deutschen Daimler-Konzern einen Verkauf ihrer Anteile. Daimler bekräftigte im Zuge der EADS-Hauptversammlung, sich auf sein „Kerngeschäft“ konzentrieren und wie bereits angekündigt seine noch verbleibenden EADS-Anteile verkaufen zu wollen. Daimler hatte sich bereits im Dezember von der Hälfte seiner Anteile getrennt und hält derzeit noch 7,5 Prozent.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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