Großanlagenbauer
SMS-Chef Weiss sieht Spielraum für Zukäufe

Der Großanlagenbauer SMS Group hat nach einer Flaute von fast zwei Jahren wieder mehr Großaufträge bekommen. Die Bestellungen von Stahl- und Walzwerken liegen allerdings noch weit unter dem Niveau vor der Krise.
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DÜSSELDORF. Der Vorsitzende der Geschäftsführung und Miteigentümer des Familienunternehmens, Heinrich Weiss, erwartet für 2010 einen Auftragseingang von 2,8 bis 2,9 Milliarden Euro. „Er liegt damit aber noch deutlich unter dem angestrebten Niveau von mindestens 3,5 Milliarden Euro“, sagte Weiss. Im vergangenen Jahr hatte der Anbieter von Stahl- und Walzwerken lediglich Bestellungen von 2,3 Milliarden Euro verbucht, davor hatte es im Boom zwei Jahre lang jeweils Bestellungen von mehr als fünf Milliarden Euro gegeben.

Von diesen guten Zeiten zehrt SMS wegen der langen Durchlaufzeiten der Aufträge von manchmal einigen Jahren immer noch, deshalb hat es nur geringe Kurzarbeit gegeben, die inzwischen reduziert worden ist. „Jetzt sind die Ingenieure durch die neuen Aufträge wieder gut beschäftigt“, sagte Weiss.

Er sieht aber noch keine Erholung am Markt, sondern eher eine Bodenbildung. Deshalb rechnet er auch für 2011 mit einem Auftragseingang von unter drei Milliarden Euro. Bestellungen kommen weniger aus den Industrieländern als aus Indien und Brasilien. Auch der frühere Großkunde China bestellt weniger, da dort in den vergangenen Jahren große Kapazitäten aufgebaut worden sind. Die Nachfrage aus Russland erholt sich laut Weiss nur langsam.

SMS erwartet für 2010 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro nach 3,9 Milliarden im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern werde bei 234 Millionen Euro liegen.

Wegen der guten Liquidität von rund zwei Milliarden Euro sieht Weiss wieder Spielraum für Zukäufe. Es sollten aber Unternehmen sein, die entweder gleiche Kunden oder ähnliche Technologien bieten. Ausflüge in fach- und spartenfremde Gebiete stehen nicht auf dem Plan.

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