Großbrand in Krefelder Werk
Feuer kostet Thyssen-Krupp 100 Millionen

Ein Großbrand in einem Stahlwerk von Thyssen-Krupp im Krefelder Stadtteil Stahldorf hat in der Nacht zum Donnerstag zahlreiche Bürger aufgeschreckt und sechs Menschen verletzt. Das Feuer verursachte zudem einen großen Sachschaden und Produktionsstörungen.

HB KREFELD. Der Brand war gegen 05.25 Uhr im dreigeschossigen Turm eines Kaltwalzwerks der Thyssen-Krupp Nirosta GmbH ausgebrochen. Wegen der starken Rauchentwicklung forderte die Feuerwehr die Anwohner zunächst auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Nach sechseinhalb Stunden hatten 100 Feuerwehrleute die Flammen unter Kontrolle gebracht. Die Brandursache war zunächst unklar.

Der Brand hat nach ersten Schätzungen mehr als 100 Mill. Euro Schaden verursacht. Ein Übergreifen des Feuers auf den Rest des Werks konnte verhindert werden. Wegen des Brandes steht die Produktion in der Werksanlage von Thyssen-Krupp Nirosta still. 70 Mitarbeiter können bis auf weiteres nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Das Feuer werde die Produktion nachhaltig beeinflussen, sagte Thyssen-Krupp Nirosta-Chef Jörg Beindorf.

Fünf Menschen erlitten Atemwegreizungen. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Das Unternehmen wollte zur Schadenshöhe offiziell zunächst keine Angaben machen. Nach dpa-Informationen aus Unternehmenskreisen wird die Summe durch Sachschäden und Produktionsausfall auf mindestens 100 Mill. Euro geschätzt.

Messungen des Landesumweltamtes ergaben keine gefährlichen Schadstoffwerte durch die kilometerweit sichtbare Rauchsäule. Polizisten sperrten das Gebiet weiträumig ab und leiteten den Verkehr um. Thyssen-Krupp Nirosta beschäftigt 4200 Mitarbeiter, davon 2200 am Krefelder Standort (Nordrhein-Westfalen).

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