Große Brauereien und Mittelständler finden zueinander: Das Zauberwort heißt Kooperation

Große Brauereien und Mittelständler finden zueinander
Das Zauberwort heißt Kooperation

„Die Konsolidierung auf dem deutschen Biermarkt wird jetzt erst richtig Fahrt aufnehmen“, ist sich Michael Hollmann, Chef der Dortmunder Brau und Brunnen AG (BuB), sicher. „Ich rede von Monaten, nicht von Jahren“, unterstreicht Hollmann die Dramatik der Situation. Denn für die deutsche Brauwirtschaft hat das Jahr 2004 mit einem Doppelschlag begonnen.

HAMBURG. Die dänische Carlsberg-Gruppe greift nach der Mehrheit der Hamburger Holsten AG, und die Bielefelder Oetker-Gruppe will sich die Dortmunder Brau und Brunnen AG komplett einverleiben und damit die größte deutsche Braugruppe formen. Zuvor hatte sich bereits der belgische Brauriese Interbrew nach und nach mit den Marken Beck’s, Diebels, Hasseröder und Spaten-Löwenbräu Rang eins in Deutschland erkauft. Durch den Oetker-Deal – sofern er von den Kartellbehörden genehmigt wird – würden die Belgier hier zu Lande allerdings wieder auf den zweiten Platz zurückfallen.

Die aktuelle Lage auf dem deutschen Biermarkt bot somit genug Gesprächsstoff für eine hochkarätige Diskussionsrunde, zu der das Handelsblatt und die Hamburg- Messe Teilnehmer aus Brauwirtschaft und Getränkefachgroßhandel in die Alsterstadt geladen hatten. Willkommener Anlass war auch die am Samstag (5.3.) in Hamburg beginnende Fachmesse Internorga.

Wer sich bei dieser Gelegenheit von Brau-und-Brunnen-Chef Hollmann allerdings Auskunft über die Details des Verkaufs an Oetker erhofft hatte, wurde enttäuscht. Denn Hollmann bat die im Hamburger Hafen-Klub versammelte Runde um Verständnis, dass er sich derzeit aus kartellrechtlichen Gründen bedeckt halten müsse und deshalb keine Einzelheiten preisgeben könne.

Wie von Radeberger-Chef Ulrich Kallmeyer bereits angekündigt, werde es unter dem Dach von Oetker zwei Braugruppen geben, die gemeinsam einen Marktanteil von 15 % repräsentieren, konnte Hollmann trotzdem bestätigen. Ziel sei es, bald durch weitere Übernahmen einen Marktanteil von 20 % zu erreichen.Nach der Übernahme von Brau und Brunnen werden unter dem Oetker-Dach etwa 60 Biermarken vereint sein. Hollmann geht davon aus, dass das Markenportfolio von Brau und Brunnen auch dann noch weiter Bestand hat. „Wir werden keiner Marke absichtlich den Hals abdrehen“, so Hollmann.

Seite 1:

Das Zauberwort heißt Kooperation

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Seite 5:

Seite 6:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%