Großer Andrang bei Beratungsterminen
Opelaner unterschreiben erste Abfindungsverträge

Im Bochumer Opel-Werk sind zwei Wochen nach Beginn der Personalgespräche bei Opel erste Abfindungsverträge unterschrieben worden. Im Stammwerk Rüsselsheim tut sich dagegen in dieser Richtung noch nichts.

HB BOCHUM. „Die ersten Verträge sind erst für Januar vorgesehen“, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag auf Anfrage. Bei den Beratungsterminen bis kurz Weihnachten sei der Andrang groß gewesen.

In den Opel-Werken ruht der Betrieb bis zum 3. Januar. Die Belegschaft sei aufgerufen während der Produktionsruhe mit ihren Familien über eine mögliche Kündigung gegen Abfindung zu beraten, sagte der Sprecher des Bochumer Werks, Andreas Praschma, am Montag. „Daher rechnen wir bis Mitte nächster Woche mit einem ersten Überblick darüber, wie viele Mitarbeiter freiwillig gehen.“ Ein Beispiel sei ein 46-jähriger Mitarbeiter, der gegen Abfindung gekündigt habe und im Januar bei Mercedes in Düsseldorf anfangen werde.

Der Mutterkonzern General Motors will bei Opel mit 9 500 Stellen fast jeden dritten Arbeitsplatz sozialverträglich abbauen. 6 500 Mitarbeiter sollen freiwillig in Beschäftigungsgesellschaften wechseln oder eine Abfindung annehmen. Die Beschäftigten müssen sich bis zum 31. Januar 2005 entscheiden. Sollten nicht genügend Beschäftigte freiwillig ausscheiden, müsste eine Einigungsstelle von Arbeitnehmern und Arbeitgebern über mögliche betriebsbedingte Kündigungen entscheiden.

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