Großinvestor steigt aus
Abu Dhabi trennt sich von Daimler-Anteil

Als Retter in der Not war der arabische Staatsfonds Aabar dem Autokonzern Daimler in der Finanzkrise zur Hilfe geeilt. Das Engagement sollte mindestens 50 Jahre währen. Stattdessen macht Abu Dhabi jetzt schon Kasse.
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StuttgartDaimlers bedeutendster Großaktionär, das Scheichtum Abu Dhabi, hat sich von Anteilen des Autobauers getrennt. Der Staatsfonds Aabar besitze keine direkten Stimmrechte mehr an dem Dax-Konzern, wie am Donnerstag aus einer Mitteilung an die Finanzwelt hervorging.

Im Jahr 2009 hatte Aabar für 1,95 Milliarden Euro satte 9,1 Prozent der Anteile an dem Stuttgarter Konzern erworben. Ein Daimler-Sprecher erklärte, dass Aabar keine physischen Aktien mehr halte, sehr wohl aber noch Zugriffsrechte auf Papiere. Der Großaktionär habe seine Beteiligung an den Schwaben neu geordnet. Aabar werden jetzt sogenannte „Cash-Settled Options“ auf 12,75 Prozent aller Daimler-Aktien zugerechnet.

„Das respektieren wir natürlich“, sagte der Sprecher. Die Motive für den Rückzug wollte er nicht kommentieren. „Wir sind mit unserer Aktionärsstruktur weiterhin sehr zufrieden.“ Seit Jahrzehnten ist Kuwait bei Daimler engagiert und hält 7,6 Prozent an dem Automobil-Hersteller.

Die Scheichs hielten über den Staatsfonds Aabar Investments bisher 3,1 Prozent direkt an Daimler. Jedoch hatten sie weitere Anteile aus früher direkt gehaltenen Wertpapierpaketen an die Finanzwelt auch verliehen und besaßen dabei sogenannte Rücklieferungsansprüche. Unter dem Strich waren so damals insgesamt etwas mehr als 9 Prozent der Aktien Aabar zuzurechnen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Großinvestor steigt aus: Abu Dhabi trennt sich von Daimler-Anteil"

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  • @Aktionär: Was ist das für ein Niveau hier? Klingt nach Förderschule - oder vielleicht Hauptschule ohne Quali.

  • Es zeichnet sich immer mehr ab, die nächste Niete in Nadelstreifen an der Spitze von Daimler(Nummer drei in der Luxusklasse, Kooperation mit Renault/Nissan, Wiedereinstieg bei Tognum,Verwässerung der Altaktionäre durch Deal mit Abu Dhabi(ohne Mindesthaltedauer) u.s.w

  • In der Oberklasse nicht mehr allein führend. Mittelklasse beliebig und und maximal auf Höhe des Wettbewerbs .Darunter nur teurer ohne Mehrwert. Angekommen in der ganz normalen Herstellerwelt. Den Mercedesbonus Zahlen immer weniger Käufer.

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