Grundig Business Systems
„Stenorette“ wird weiter in Deutschland gebaut

Die Grundig AG gibt es seit drei Jahren nicht mehr. Einzelne Produktsegmente unter dem Markennamen werden höchstens noch im Ausland hergestellt – bis auf eine Ausnahme. Der Diktiergerätehersteller Grundig Business Systems hält eisern an seinem Werk in Bayreuth fest. Auf dem Weg zu mehr Wachstum muss das Unternehmen aber noch einige Hürden nehmen.

MÜNCHEN. Es gibt sie noch, Produkte von Grundig aus deutscher Fertigung. „Ziel ist es, unser Werk in Bayreuth langfristig zu behalten“, sagte Roland Hollstein, Chef von Grundig Business Systems (GBS), im Gespräch mit dem Handelsblatt. In der Fabrik in Oberfranken produziert das Unternehmen Diktiergeräte.

Die gescheiterte Grundig AG gibt es zwar schon seit drei Jahren nicht mehr, doch die Einzelteile des Konzerns leben weiter. Die Fernseher, Radios und DVD-Rekorder unter dem Markennamen Grundig werden allerdings längst im Ausland gefertigt. Die Firma gehört englischen und türkischen Investoren.

GBS hingegen haben Münchener Investoren gekauft, die einen anderen Weg gehen: „Mit unserem deutschen Werk sind wir nah an den Kunden dran. Das zahlt sich aus“, betonte Hollstein. GBS ist neben Philips und Olympus der bekannteste Anbieter von Diktiergeräten weltweit.

Für Grundig (Jahresumsatz 2001: 1,3 Mrd. Euro) war die Bürokommunikation bis zur Pleite im Jahr 2003 lediglich ein Randbereich. Mit einem Umsatz von rund 20 Mill. Euro fiel die Sparte in dem Unterhaltungsgeräte-Konzern kaum ins Gewicht, obwohl sie Marktführer bei professionellen Diktiergeräten in Deutschland war – etwa unter dem Markennamen „Stenorette“.

GBS entstand, als die Bürokommunikations-Sparte vom Münchener Private-Equity-Haus Induc übernommen wurde. Die neuen Eigentümer bauten die Firma kräftig um. 120 von 200 Mitarbeitern mussten gehen, dafür wurden 50 Leute vor allem im Vertrieb neu eingestellt.

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