Grundkapital mehr als zur Hälfte aufgezehrt
Jagenberg rinnt das Geld durch die Finger

Anhaltende Verluste setzen dem bis vor kurzem zum Rheinmetall-Konzern gehörende Maschinenbauer Jagenberg stark zu. Nun ist sogar schon mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt.

HB FRANKFURT. Entsprechend dem Aktiengesetz werde deshalb unverzüglich eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer Pflichtveröffentlichung mit. Dort werde dann auch über die momentane Verlustsituation informiert. Weitere Details teilte die Gesellschaft zunächst nicht mit.

Bereits 2002 hatte Jagenberg einen operativen Verlust von 15 Mill. € verbucht, bei einem Umsatz von rund 212 Mill. €. Schon damals drohte ein Verlust von mehr als der Hälfte des Stammkapitals, den nur ein Zuschuss des damaligen Mutterkonzerns Rheinmetall in Höhe von 25 Mill. € verhinderte. Rheinmetall hatte seine Beteiligung von 93,7 % an Jagenberg erst Ende August komplett an die Kleinewefers Verwaltungs-GmbH in Krefeld veräußert. Nach Angaben von Rheinmetall war die Trennung von der Tochter planmäßig, da die Maschinenbau-Aktivitäten seit längerem nicht mehr zu den Kernkompetenzen gehörten. Ursprünglich hatte Rheinmetall eine vollständige Übernahme angestrebt.

Das Geschäft der Jagenberg AG konzentriert sich auf ihre Tochtergesellschaft Kampf GmbH & Co. Maschinenfabrik, nachdem die operative Tochter Lemo Ende Juni verkauft wurde. Beide sind im stark zyklischen Folientechnik-Geschäft tätig.

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