Grundstück der Kirchengemeine nun nicht mehr benötigt
Airbus-Startbahn kann verlängert werden

Nachdem ein Obstbauer im Stadtteil Neuenfelde vier Grundstücke an die Stadt Hamburg verkauft habe, steht der Verlängerung der Airbus-Startbahn in Finkenwerder nun angeblich nichts mehr im Wege.

HB HAMBURG. Der Ostbauer Cord Quast habe vier Grundstücke mit einer Fläche von 38 277 Quadratmetern verkauft, berichtet „Bild“ in ihrer Montagausgabe. Der Kaufvertrag sei am Samstag notariell beurkundet worden. Damit könne die Bahn nun ohne die eigentlich angepeilten Enteignungen realisiert werden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf informierte Kreise.

Ein Sprecher der Hamburger Wirtschaftsbehörde bestätigte am Sonntag lediglich, dass „ein weiterer Grundeigentümer verkauft hat“. Welche Konsequenzen dies für den Landebahnbau habe, könne er nicht sagen. Am Montag werde es eine Erklärung zum neuen Sachstand geben. Airbus benötigt die längerer Startbahn für die Auslieferung des Großflugzeugs A380.

Auch Airbus-Sprecher Arndt Hellmann konnte am Sonntag nicht bestätigen, dass der Weg für die Startbahnverlängerung frei sei. „Wir haben davon gehört, dass Grundstücke verkauft worden sein sollen“, Was das für die Airbus-Erweiterung bedeute, werde geprüft. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung“ handelt es sich bei dem Ankauf um „Schlüsselgrundstücke“, die direkt auf der Trasse für die geplante Startbahnverlängerung lägen. Weitere Grundstücke eines Hamburger Beamten und der Kirchengemeinde in Neuenfelde, würden nun nicht mehr benötigt.

Am 1. Dezember war der Hamburger CDU-Senat noch von einem neuen Planfeststellungsverfahren mit dem Ziel der Enteignung verkaufsunwilliger Grundeigentümer ausgegangen. Ziel sei ein vollziehbarer Planfeststellungsbeschluss bis Frühjahr 2005, sagte Behördensprecher Christian Saadhoff. Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht (OVG) hatte im August einen Baustopp für die geplante Landebahnverlängerung um 589 Meter verhängt und damit die Enteignung der Grundeigentümer verhindert.

Bislang hatten drei Grundstückseigentümer, darunter die Kirchengemeinde, die Verlängerung der Startbahn blockiert. Die längere Piste ist nach Airbus-Angaben notwendig, um die Frachtversion des neuen Großflugzeugs A380 ausliefern zu können. Insgesamt hängen von dem Vorhaben bis zu 4 000 neue Arbeitsplätze in der Region ab.

Airbus hatte unlängst den Zeitplan für für eine Verlängerung der Startbahn im Werk Hamburg-Finkenwerder gestreckt. Die verlängerte Startbahn sollte danach nun erst Mitte des Jahres 2007 zur Verfügung stehen und damit mehr als ein Jahr später als bislang geplant. Bis dahin wollte Airbus auf Toulouse ausweichen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%