Industrie

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Grunsatzentscheidung: Siemens steigt aus der Atomtechnik aus

exklusiv Gemeinsam mit Rusatom wollte der Münchener Konzern an die Weltspitze. Damit ist nun Schluss.

Siemens-Chef Peter Löscher (2.v.l.) mit Russlands Premier Wladimir Putin. Quelle: dapd
Siemens-Chef Peter Löscher (2.v.l.) mit Russlands Premier Wladimir Putin. Quelle: dapd

MünchenDer Münchener Technologiekonzern Siemens bereitet seinen Ausstieg aus der Atomkraft vor. "Intern ist die Grundsatzentscheidung für den Ausstieg gefallen", erfuhrt das Handelsblatt in Unternehmenskreisen.

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Offiziell tut sich der Konzern mit dieser Kehrtwende schwer, weil er gerade erst ein Bündnis mit dem russischen Staatskonzern Rosatom eingegangen war - und eine Brüskierung des Partners negative Auswirkungen auf das gesamte Russland-Geschäft von Siemens haben könnte.

Offiziell heißt es bei Siemens, die Entscheidung über die künftige Atomstrategie werde man "unter Berücksichtigung von Japan und des weltweiten Marktumfelds" treffen. Dabei würden auch "gesellschaftliche und politische Aspekte" berücksichtigt, sagte der Siemens-Sprecher.

Der Münchener Konzern hatte seine schwierige Partnerschaft mit der französischen Areva im Atombereicht beendet und wollte statt dessen gemeinsam mit Rosatom weltweiter Marktführer im Kernenergiegeschäft erden. Doch nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima verschlechterten sich die Marktperspektiven deutlich. Viele Staaten schoben den Bau von neuen Kernkraftwerken auf.

Außerdem passt das Atomgeschäft nicht zum grünen Image, das Vorstandchef Peter Löscher dem Konzern verordnet hat. Siemens profitiert als Anbieter von Wind- und Sonnenenergie und effizienten Gasturbinen besonders von der Energiewende.

  • 18.09.2011, 10:16 Uhrpro-atom

    Prima! Die Grünen haben ihr Ziel erreicht. Die deutsche relativ sichere Technik, im Gegensatz zum Ostblock, USA oder Japan wird ad acta gelegt. Das Know How ebenso!

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