Gummispezialist
Handschuh-Geschäft macht Semperit zu schaffen

Der Schuh mit dem Handschuh: Wegen des schwächeren Geschäfts mit Handschuhen sank das Ergebnis beim österreichischen Gummispezialistenen Semperit im ersten Halbjahr – während die Umsätze stiegen.
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FrankfurtDem österreichischen Gummispezialisten Semperit hat sein Handschuh-Geschäft im ersten Halbjahr zu schaffen gemacht. Eine stärkere Konkurrenz, die wegen der starken Regenfälle gestiegenen Energiekosten in Thailand sowie Aufwendungen für ein neues Werk in dem Land nagten am Gewinn. Obwohl Semperit mit seinen Industrieprodukten mehr verdiente, sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent auf 53,9 Millionen Euro. Der Überschuss ging um 6,6 Prozent auf 23,9 Millionen Euro zurück, wie das Wiener Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Semperit produziert medizinische Handschuhe und Schutzhandschuhe sowie industrielle Kunststoff- und Kautschukprodukte wie Hydraulik- und Industrieschläuche, Transportbänder, Handläufe oder Seilbahntechnik. Sie werden von fast 8.000 Mitarbeitern an 21 Standorten hergestellt. Weil es dem Unternehmen gelang, gestiegene Rohstoffkosten durch Preiserhöhungen auszugleichen, stieg der Umsatz von Januar bis Juni um 0,9 Prozent auf knapp 410 Millionen Euro.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich Semperit zurückhaltend. Angesichts der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation erwarte der Konzern keine wesentliche Verbesserung der Rahmenbedingungen. Semperit rechne „mit keiner raschen Belebung der Nachfrage, sondern lediglich mit einer Fortsetzung des bestehenden Auftragsniveaus des ersten Halbjahres 2012“. An seinen Wachstumszielen hielt das Unternehmen fest. "Im Durchschnitt soll von 2010 bis 2015 ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielt und gleichzeitig eine Ebit-Marge von rund zehn Prozent realisiert werden."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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