Gutachten
RAG Börsengang wieder fraglich

Laut Medienberichten ist der Börsengang der RAG keinesfalls in trockenen Tüchern. Ein Gutachten verspricht demnach deutlich höhere Erlöse, wenn der Konzern zerschlagen wird und seine Tochterunternehmen außerhalb der Börse verkauft werden.

HB BERLIN. Der geplante Börsengang des Ruhrkonzerns RAG steht einem Medienbericht zufolge kurz vor dem Aus. Wie der „Focus“ berichtet, ergäbe ein Börsengang laut einem im Bundeswirtschaftsministerium vorliegenden Gutachten mit 5,1 Milliarden Euro weniger Erlöse als ein Einzelverkauf von Tochterunternehmen der RAG. Der Verkauf von Degussa, Steag und RAG-Immobilien an Industrieunternehmen oder Finanzinvestoren brächte 5,9 Milliarden Euro, schrieb das Blatt weiter unter Berufung auf das Gutachten. Dieses liegt den Angaben nach seit zwei Wochen im Ministerium. Weder Bundesregierung noch Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wollen dem Blatt zufolge auf diese Mehreinnahmen von 800 Millionen Euro verzichten und stellen den geplanten Börsengang von RAG in Frage. Einem weiteren Gutachten zufolge soll RAG nach einem Börsengang innerhalb von zwei Jahren zerschlagen werden, wie der „Focus“ berichtet.

Mit den Erlösen sollen die Folgekosten des Bergbaus mitgetragen werden. Im Anfang Februar zwischen der Bundesregierung und den Kohleländern Nordrhein-Westfalen und Saarland ausgehandelten Kohle-Kompromiss heißt es, es werde „vorrangig“ ein Börsengang angestrebt. Der Kompromiss sieht ein Auslaufen des subventionierten Bergbaus im Jahr 2018 vor. 2012 soll der Beschluss noch einmal überprüft werden.

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