Gute Absatzzahlen: Renault wächst wieder

Gute Absatzzahlen
Renault wächst wieder

Der französische Autobauer Renault kann zwar in Deutschland bei den Marktanteilen zulegen – verliert aber seinen Titel als größter Importeur. Für das neue Jahr sind die Ziele der Franzosen verhalten.
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DüsseldorfAuch wenn Renault nach 22 Jahren den Titel des größten Importeurs in Deutschland an die VW-Tochter Skoda abtreten muss, will man sich den Ärger darüber nicht anmerken lassen. Dieser Titel sei „kein isoliertes Ziel“, sagte ein Renault-Sprecher bei der Präsentation des Jahresergebnisse. Man konzentriere sich eher darauf, weiter die Verkäufe zu steigern, alles andere sei ein „netter Nebeneffekt“. Eine Kampfansage an Skoda klingt anders.

Dabei haben die Franzosen bei den Verkäufen auf dem deutschen Markt eigentlich ein ordentliches Ergebnis abgeliefert. Die eigenen Ziele, die man zu Beginn des Jahres ausgegeben hatte, wurden übertroffen. Mit 172.700 verkauften Autos der Marke Renault liegen die Franzosen rund 6,4 Prozent über dem Vorjahr – und wachsen auch stärker als der Markt. Damit legte auch der Marktanteil auf 5,3 Prozent zu.

Besonders die Kernmarke hat sich beim Absatz wieder berappelt. Mit 122.000 verkauften Fahrzeugen macht sie etwa zwei Drittel der Verkäufe aus und konnte im abgelaufenen Jahr um 6 Prozent zulegen. Dafür ist vor allem der Kleinwagen Clio verantwortlich, der mit 24.000 verkauften Fahrzeugen das meistverkaufte Modell ist.

Auch der neue Twingo ist in Deutschland gut angelaufen. Seit Ende September wurden rund 7000 Exemplare des Kleinstwagens verkauft, der sich die Technik mit dem neuen Smart fortwo teilt. Noch werden allerdings auch die verbliebenen Exemplare seines Vorgängers verkauft, der 2014 noch 14.000 Mal verkauft wurde.

Ob sich die insgesamt gestiegenen Absatzzahlen auch positiv auf die Bilanz auswirken, wollen die Franzosen erst Ende April verraten. Dann legt der Mutterkonzern seine Zahlen vor.

Doch der Blick auf die Details zeigt, dass die Rabattschlacht auf dem deutschen Markt nicht ganz spurlos an ihnen vorbei gegangen ist. Der Anteil der Eigen- und Händlerzulassungen ist leicht gestiegen und beträgt rund 34 Prozent – und liegt damit etwa auf dem Niveau der Verkäufe an Privatkunden. Diese Eigenzulassungen werden als „junge Gebrauchte“ meist weit unter der Preisempfehlung verkauft.

Besser sieht es bei der Schwester-Marke Dacia aus: Die Rumänen verkaufen rund 85 Prozent ihrer Fahrzeuge direkt an Privatkunden. Bei Rabatttricks hält man sich weitgehend zurück – deswegen gilt Dacia auch als besonders wertstabil. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist ihr Anteil am Markt, aber auch im Unternehmen weiter gewachsen. Unterm Strich steht ein Plus von 7,4 Prozent auf 50.700 verkaufte Fahrzeuge in Deutschland, den größten Anteil hat das Einstiegsmodell Sandero.

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