Gute Bilanz
Leica ist über den Berg

Deutschlands berühmtester Kamerahersteller Leica ist im abgelaufenen Geschäftsjahr den roten Zahlen entkommen. Das gelang vor allem durch die Hinwendung zur digitalen Fotografie.

HB/der FRANKFURT. Das Unternehmen schrieb im Ende März geendeten Geschäftsjahr 2006/2007 einen Gewinn von einer halben Million Euro, wie Leica am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr hatte noch ein Verlust von 9 Mill. Euro zu Buche gestanden. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg von minus 6 auf plus 5 Mill. Euro. Der Umsatz legte um gut ein Drittel auf 146 Mill. Euro zu.

Vor allem handliche Kompaktkameras hätten sich gut verkauft, hieß es. Leica arbeitet seit einiger Zeit eng mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic zusammen. Aus dieser Kooperation stammen ein Großteil der Fotoapparate, unter anderem ein neues digitales Spiegelreflex-System nach dem herstellerübergreifenden Bajonettstandard Four Thirds. Aber auch die klassischen Baureihen M (Messsucher) und R (Spiegelreflex) sind mittlerweile im Digitalzeitalter angekommen.

Auf die technische Revolution im Hause Leica mussten die Fotografen aber lange warten. Das Traditionsunternehmen aus dem hessischen Solms hatte den Trend zur Digitalfotografie verschlafen und war dadurch in eine Schieflage geraten. Die analogen Kameras verkauften sich immer schlechter. Mit dem Einstieg der österreichischen Beteiligungsgesellschaft ACM im vergangenen Jahr ging es aber wieder bergauf; mittlerweile hält ACM 96 Prozent der Aktien.

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