Gute Geschäfte im Öl- und Gasbereich
BASF übertrifft die Erwartungen

Der Chemiekonzern BASF hat in den vergangenen Monaten ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus erzielt. Dazu beigetragen hätten höhere Verkaufspreise in allen Segmenten, hieß es. Und die Ludwigshafener kündigten weitere deutliche Preiserhöhungen an.

HB FRANKFURT. Mit seinen Geschäftszahlen für die Monate April bis Juni übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten. "Die Nachfrage nach unseren Produkten ist nach wie vor hoch, die saisonbedingte Sommerflaute scheint wenig ausgeprägt zu sein", erklärte Konzernchef Jürgen Hambrecht am Donnerstag in Ludwigshafen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sonderposten - wie etwa Restrukturierungen - sei im zweiten Jahresviertel um 19 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro gestiegen. Analysten hatten nach einer Umfrage von Reuters im Schnitt mit 2,22 Mrd. Euro gerechnet. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 1,297 Mrd. Euro in der Kasse nach 1,024 Mrd. Euro vor Jahresfrist. Der weltweite Branchenprimus setzte 16,3 Mrd. Euro um - ein Plus von elf Prozent binnen Jahresfrist. Analysten hatten auch hier mit weniger gerechnet.

"Trotz des konjunkturell herausfordernden Umfelds bei zugleich hohen Rohstoffkosten sind wir zuversichtlich, die gesteckten Ziele für das Jahr 2008 zu erreichen", erklärte Hambrecht. BASF will seinen Umsatz steigern und seinen Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen leicht verbessern.

BASF rechnet für die kommenden Monate jedoch mit härteren Rahmenbedingungen. "Die vor uns liegende Strecke wird allerdings steiniger und steiler, die Konkurrenz härter", sagte Hambrecht weiter. Hohe Rohstoff- und Rohölpreise, der starke Euro und die Konjunkturabkühlung in den USA beeinflussten das Geschäft. BASF müsse die Verkaufspreise zum Teil deutlich erhöhen. "Weil wir uns in den vergangenen Jahren aber fit gehalten haben und weiterhin auf unsere Form achten, sind wir trotz allem zuversichtlich", sagte Hambrecht.

Im Öl- und Gasgeschäft setzte BASF im zweiten Quartal 3,2 Mrd. Euro um und damit 41 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Dabei profitierte der Konzern vom gestiegenen Ölpreis und von einer höheren Erdgasproduktion. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen der Sparte nahm sogar um 44 Prozent auf 1,03 Mrd. Euro zu.

Auch das Geschäft mit Agrochemikalien verzeichnete einen kräftigen Umsatz- und Ergebnisschub. Dank höherer Preise und kräftiger Nachfrage steigerte der Konzern im Pflanzenschutz seinen Umsatz um 21 Prozent auf 1,16 Mrd. Euro. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen nahm sogar um 51 Prozent auf 363 Mill. Euro zu. Wie die Wettbewerber Bayer, Syngenta aus der Schweiz und Dupont aus den USA profitiert auch BASF vom Boom auf den Agrarmärkten, der die Nachfrage nach Chemikalien für die Landwirtschaft stark steigen lässt.

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