Gute Nachfrage im Kerngeschäft
SGL steigert Gewinn deutlicher als erwartet

Der Wiesbadener Grafitelektrodenhersteller SGL Carbon hat seinen Betriebsgewinn im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Preiserhöhungen und eine gute Nachfrage im Kerngeschäften haben haben maßgeblich dazu beigetragen.

HB FRANKFURT. Vor Restrukturierungsbelastungen habe der Betriebsgewinn 20,1 Mill. € betragen nach 12,9 Mill. € ein Jahr zuvor, teilte der Konzern am Mittwoch mit. „Wesentliche Gründe für die gute Entwicklung sind die gestiegenen Grafitelektroden-Preise und weiterführende Kosteneinsparungen in allen Geschäften“, erläuterte der Vorstand. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsergebnis von 18,9 Mill. € gerechnet. Für das dritte Quartal stellte SGL in Aussicht, dass der Betriebsgewinn zum Vorjahresquartal (6,7 Mill. €) mehr als verdoppelt werden soll.

Die im MDax notierte SGL-Aktie lag am Morgen gegen einen schwächeren Gesamtmarkttrend leicht mit 0,6 % im Plus bei 8,26 €.

Der Konzernumsatz nahm im zweiten Quartal leicht auf 270,2 Mill. € zu nach 268,1 Mill. € ein Jahr zuvor. Unter dem Strich erwirtschaftete SGL den Angaben zufolge einen Gewinn von 2,1 (Vorjahr: 0,9) Mill. €.

Im größten Geschäftsfeld Carbon and Graphite, in dem SGL sein Grafitelektrodengeschäft bündelt, nahm das Betriebsergebnis auf 27,5 Mill. € von 21,3 Mill. € zu. SGL ist Weltmarktführer bei Grafitelektroden, die für die Elektrostahlproduktion in Hochöfen eingesetzt werden.

Ausblickend teilte SGL mit, der Konzern rechne trotz einer saisonal bedingten Abschwächung mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung in seinen Kernsparten im dritten Quartal. Dazu sollen unter anderem die anhaltende Vollauslastung sowie die Preiserhöhungen bei Grafitelektroden beitragen.

Die angekündigte strategische Überprüfung des Korrosionsschutzgeschäfts mit seinen beiden Bereichen Prozesstechnologie und Oberflächenschutz habe SGL abgeschlossen, hieß es. Das Ergebnis sei, dass das Oberflächenschutzgeschäft nicht mehr zur Ausrichtung von SGL passe. Eine Investmentbank sei jetzt beauftragt worden, einen Verkauf zu prüfen. 120 Mill. € an Jahresumsatz macht SGL mit diesem Geschäft. Die Prozesstechnologie will SGL dagegen im Konzern behalten.

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