Gute Wachstumsaussichten
Grohe ist aus dem Gröbsten raus

Zwei Jahre nach der Übernahme durch Finanzinvestoren und der Verkündung eines harten Sparplans sieht sich der Badarmaturen-Hersteller Grohe wieder in guter Verfassung. Das dürfte die Mitarbeiter am Stammsitz im sauerländischen Hemer allerdings nicht wirklich beruhigen, müssen einige von Ihnen doch bald umziehen.

DÜSSELDORF. „Die Restrukturierung ist weitgehend abgeschlossen, dem Unternehmen geht es hervorragend“, sagte der Vorstandsvorsitzende David Haines auf der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf. Für die nächsten Jahre erwartet Haines ein Wachstum von jeweils sechs bis acht Prozent und eine weitere Verbesserung der Ertragslage.

Europas größter Hersteller von Sanitärarmaturen war im Sommer 2004 vom Finanzinvestor BC Partners für 1,5 Mrd. Euro an die Finanzinvestoren Texas Pacific und Credit Suisse verkauft worden. Diese setzten den neuen Vorstand ein und kündigten den Abbau von 1 200 Stellen an verbunden mit der Schließung des Werkes Herzberg. Das einstige Familienunternehmen Grohe galt dadurch als Musterbeispiel für die Heuschrecken-Diskussion, weil der Kauf weitgehend durch Kredite finanziert worden war. Das Unternehmen werde dadurch finanziell ausgesaugt, hieß es.

Die gute Marktlage hat Grohe wieder Wachstum beschert und rund 200 bereits ausgesprochene Kündigungen überflüssig gemacht. Der Konzern-Betriebsratsvorsitzende Peter Paulokat bestätigte am Rande der Veranstaltung, dass kein weiterer Stellenabbau geplant sei. Es werde aber Umschichtungen geben.

Ein konkretes Umsatz- oder Gewinnziel wollte Vorstand Haines auf der Pressekonferenz nicht nennen. Im ersten Quartal 2007 habe es ein Umsatzplus von 13 Prozent auf 254 Mill. Euro gegeben. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg von 40 auf 52 Mill. Euro. „Das zweistellige Umsatzwachstum hat sich auch zu Ende Mai fortgesetzt“, sagte der Grohe-Chef. Trotz des Einbruchs des Immobilienmarktes in den USA habe Grohe dort ein Wachstum von rund sechs Prozent erzielt.

Im vergangenen Jahr erzielte Grohe ein Umsatzplus von zwölf Prozent auf 939,2 Mill. Euro. 2005 hatte es wegen der Marktschwäche und der Diskussionen um Grohe ein Umsatzminus von 3,6 Prozent gegeben. „Wir sind in allen Regionen und in allen Produktkategorien gewachsen“, betonte Haines. In Deutschland gab es ein Plus von sechs Prozent, nachdem es in den sieben Jahren zuvor kein Wachstum am deutschen Markt gegeben hatte.

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