Gute Wachstumsaussichten
Laserbranche in Hochstimmung

In München trifft sich in dieser Woche die Laserindustrie zu ihrer wichtigsten Messe. Die Stimmung in den Ausstellungshallen ist gut, das Geschäft läuft rund. Und das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben, denn neue Anwendungen und eine hohe Nachfrage in Fernost sorgen für stürmisches Wachstum.

MÜNCHEN. Gute Nachrichten für die Hersteller von Lasersystemen: Das stürmische Wachstum der Branche wird sich auf Jahre hinaus fortsetzen. „Wir rechnen auch für die Zeit nach 2010 mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von zehn Prozent“, sagte am gestrigen Dienstag Gerhard Hein vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in München.

In der bayerischen Landeshauptstadt trifft sich in dieser Woche die Laserindustrie zu ihrer wichtigsten Messe. Die Stimmung in den Ausstellungshallen ist gut, das Geschäft läuft rund. So wurden vergangenes Jahr weltweit Lasersysteme zur Materialbearbeitung im Wert von 6,1 Mrd. Euro verkauft. Nach Berechnungen des Schweizer Beratungsunternehmens Optech Consulting ist das ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005. Dabei handelt es sich vor allem um Laser zum Schneiden, Schweißen und Beschriften.

Die Hersteller gehen davon aus, dass sich an der guten Lage so schnell nichts ändern wird. „In der Verbreiterung der internationalen Nachfrage und der Anwendungen hinein in nahezu alle Branchen und Applikationen liegen große Marktpotenziale“, sagte Peter Leibinger, Chef der Lasersparte des schwäbischen Maschinenbauers Trumpf.

Das Geschäft wird unter anderem durch die boomende Elektronikbranche getrieben, die hauptsächlich in Asien fertigt. „An jeder Produktion eines iPods, MP3-Players oder Mobiltelefons ist mit größter Wahrscheinlichkeit ein Laser beteiligt“, unterstrich Günther Braun, Chef des deutsch-amerikanischen Laseranbieters Rofin-Sinar.

Darüber hinaus nutzen aber auch die Hersteller von Solarzellen immer öfter Laser. Braun: „Das ist der heißeste Markt derzeit.“ Damit nicht genug: Derzeit erschließt sich die Branche neue Einsatzmöglichkeiten, etwa im Flugzeugbau. Dort lassen sich Farbschichten mit Lasern schonend von den Jets entfernen.

Das gute Geschäft spiegelt sich in den Zahlen der Unternehmen wider. So kletterte der Umsatz von Rofin-Sinar im ersten Quartal um 16 Prozent auf 116 Mill. Dollar (rund 87 Mill. Euro). Der Gewinn des börsennotierten Unternehmens stieg um zwölf Prozent auf mehr als 13 Mill. Dollar.

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