Gute Zahlen fürs zweite Quartal und das Halbjahr
Vossloh greift nach Pfleiderers Schienentechnik

Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh plant, die Schienenverkehrs-Sparte von Pfleiderer zu übernehmen. Das Geld ist da. Vossloh hat Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr erhöht. Die Prognose für das Gesamtjahr nahm das Unternehmen trotzdem leicht zurück.

HB DÜSSELDORF. Von Januar bis Juni sei der Umsatz auf 439,1 Euro gestiegen, teilte der im Nebenwerteindex MDax notierte Konzern am Dienstag mit. Im Vorjahr hatte er bei 405,2 Millionen Euro gelegen. Der operative Gewinn (Ebit) sei auf Grund eines starken zweiten Quartals von 36 auf 36,5 Millionen Euro geklettert. Der Überschuss schrumpfte indes wegen eines rückläufigen Zinsergebnisses von 19,3 auf 16,6 Millionen Euro. Die Umsatzerwartungen der Analysten wurden genau erreicht, die Schätzungen beim Ebit sogar um 6,5 Millionen Euro übertroffen.

Geld für einen geplanten Zukauf hat Vossloh also genug in der Kasse. Der Verkehrstechnik-Anbieter steht kurz vor der Übernahme der Schienenverkehrs-Sparte des bayerischen Mischkonzerns Pfleiderer. Wie Vossloh am Dienstag am Sitz in Werdohl mitteilte, ist bereits Einigung über wesentliche vertragliche Konditionen erzielt worden. Die Verhandlungen sollen in Kürze abgeschlossen werden. Die Pfleiderer-Sparte beschäftigt rund 850 Menschen an sieben Standorten in Europa. Sie produziert vor allem Betonschwellen. 2004 wurden 138,2 Millionen Euro umgesetzt.

In die jüngste Vossloh-Prognose fließt der anvisierte Kauf allerdings noch nicht ein. Für das Gesamtjahr reduzierte Vossloh seine Umsatz- und Gewinnprognose sogar leicht. Demnach peilt der Konzern ein Umsatzplus von rund zehn Prozent auf 1,013 Milliarden Euro an statt bislang 15 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Der operative Gewinn soll gut 91 Millionen Euro erreichen. Zuvor hatte Vossloh 93,4 Millionen Euro in Aussicht gestellt nach 105,8 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ziel für den Nettogewinn von 47,4 Millionen Euro behielt Vossloh indes bei.

Vorstandschef Burkhard Schuchmann. hatte bereits Ende vergangenen Jahres einen Gewinnrückgang wegen der schwachen Entwicklung vor allem im Lokbau sowie wegen Restrukturierungsaufwendungen angekündigt. Der Sparkurs soll sich aber in den Folgejahren auszahlen, ab 2007 soll wieder ein Rekordergebnis erzielt werden.

Im zweiten Quartal war von den angekündigten Problemen allerdings noch nichts zu spüren. Das Quartal sei erfreulich verlaufen, teilte Vossloh mit. Nachdem Umsatz und Gewinn zum Jahresauftakt zurückgegangen waren, verbuchte der Konzern im zweiten Vierteljahr Zuwächse. So kletterten der Umsatz um 22 Prozent auf 253,7 Millionen Euro und das Ebit um 32 Prozent auf 25,4 Millionen Euro. Der Periodengewinn erreichte 13,1 Millionen Euro nach 10,8 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

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