Gute Zahlen: Toyota hebt seine Prognose an

Gute Zahlen
Toyota hebt seine Prognose an

Naturkatastrophen verhageln die Toyotas Bilanz. Doch der Autobauer könnte schon bald auf die Erfolgsspur zurückkehren: Der Gewinn soll höher ausfallen als erwartet. Japans Autobauer haben trotzdem noch viele Probleme.
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TokioDer japanische Autobauer Toyota gibt wieder Gas: Nach harten ersten Monaten in Folge der Naturkatastrophen in Japan und Thailand sowie des starken Yen rechnet der Branchenprimus für das am 31. März endende Geschäftsjahr mit höheren Erlösen als erwartet. So dürfte sich der Nettogewinn auf 200 Milliarden Yen (zwei Mrd Euro) belaufen, elf Prozent mehr als noch im Dezember prognostiziert. An Umsatz werden jetzt 18,3 statt 18,2 Billionen Yen angepeilt, wie der Autobauer am Dienstag mitteilte.

In den ersten neun Monaten war der Nettoertrag noch von 382,7 Milliarden Yen im Vorjahr auf 162,5 Milliarden Yen gesunken. Als Gründe nannte Toyota die Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im vergangenen März in Japan, die Flutkatastrophe in Thailand und den starken Yen. Der Umsatz ging um 10,2 Prozent auf 12,88 Billionen Yen zurück. Dank Kostensenkungen und einer Erholung der Produktion nach den Katastrophen in Japan und Thailand sollen die Erlöse nun steigen. 

Auch andere japanischen Autobauer leiden unter den Folgen der Katastrophe: Gestern gab Mitsubishi Motors bekannt, dass am Produktionsstandort im niederländischen Born ab Ende dieses Jahres kein neues Modell mehr in Produktion gegeben wird. Es ist das erste Mal, dass ein japanischer Autobauer die Fertigung in Europa beendet.

Hintergrund ist die schwache Nachfrage nach neuen Modellen angesichts der Schuldenkrise in Europa. Künftig will sich Mitsubishi Motors stärker auf Wachstumsmärkte wie Russland und China konzentrieren. Was aus dem Werk in Born wird, sei noch nicht entschieden.

Mitsubishis Tochterfirma Netherlands Car B.V., oder Nedcar, produziert in Born mit etwa 1500 Beschäftigten den Kleinwagen Colt sowie das Geländemodell Outlander. Doch die Anlage schöpft ihre Kapazitäten bei weitem nicht mehr aus. In Spitzenzeiten lag sie bei rund 200.000 Fahrzeugen im Jahr, im vergangenen Geschäftsjahr waren es nur noch rund 50.000.

Damit ist die Fabrik für Mitsubishi überflüssig geworden. Der Konzern wird Europa künftig von Japan und Thailand aus beliefern, da es ein wichtiger Markt bleibe, hieß es. Seit vier Jahren sinken jedoch Mitsubishis Neuwagenverkäufe auf dem europäischen Markt.

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