Gute Zwischenbilanz
BASF spielt seine Öl-Trumpfkarte

Die Chemiebranche darbt. Doch der weltweiten Nummer eins der Branche geht es bestens. Im zweiten Quartal haben die Ludwigshafener dank seines florierenden Öl- und Gasgeschäfts weit mehr verdient als im Vorjahreszeitraum.

HB FRANKFURT. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen wie etwa Restrukturierungen habe binnen Jahresfrist um 15 Prozent auf 1,91 Mrd. Euro zugelegt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Analysten hatten im Durchschnitt für die Monate April bis Juni mit nur 1,847 Mrd. Euro gerechnet. BASF setzte 12,3 Mrd. Euro um – ein Plus von gut 16 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 920 Mill. Euro nach 778 Mill. vor Jahresfrist.

Vor dem Hintergrund der bislang guten Geschäftsentwicklung sei BASF für das Gesamtjahr weiter optimistisch, erklärte Konzernchef Jürgen Hambrecht. „Der Umsatz wird deutlich ansteigen; das Ebit vor Sondereinflüssen wird den starken Vorjahreswert übertreffen“, bekräftigte er frühere Prognosen.

Vorteil Öl

Der US-Konzern Dow Chemical hatte in der vergangenen Woche mit seinem Quartalsbericht einen Schatten auf den Chemiesektor geworfen. Wegen hoher Energie- und Rohstoffkosten verdiente der US-Branchenprimus im zweiten Quartal fast ein Fünftel weniger als vor einem Jahr. Anders als die Konkurrenz kann BASF allerdings höhere Energie- und Rohstoffkosten in den Chemiesparten durch satte Gewinne in seiner Ölsparte abfedern.

Im Öl- und Gasgeschäft legte im zweiten Quartal der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen um 50 Prozent zu. Dagegen sank das Betriebsergebnis in der Chemikaliensparte, bei Veredelungsprodukten und im Pflanzenschutz. Zuwächse verzeichnete dagegen noch das Kunststoffgeschäft.

Um sich weniger anfällig für Konjunkturschwankungen in der Branche zu machen, hat BASF zuletzt eine Reihe von Großakquisitionen getätigt. So übernahm der Konzern für mehr als 5 Mrd. Dollar den US-Spezialchemiekonzern Engelhard, bekannt für seine Katalysatoren. Zudem erwarb BASF für 2,7 Mrd. Euro die Bauchemie von Degussa. Dazu kam der US-Harzespezialist Johnson Polymer für 470 Mill. Dollar.

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