Gute Zwischenbilanz
VW ist seiner Zeit voraus

In den ersten sechs Monaten des Jahres lief es für den einst angeschlagenen Autobauer Volkswagen hervorragend – so hervorragend, dass die Wolfsburger ihr Gewinnziel für 2008 schon 2007 erreichen werden. Zum Gelingen haben insbesondere zwei Tochterfirmen beigetragen.

HB HANNOVER. „Wir gehen davon aus, dass der Volkswagen-Konzern schon 2007 ein Ergebnis vor Steuern von mindestens 5,1 Mrd. Euro erreichen wird“, gab Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch am Freitag bekannt. Ursprünglich hatte sich die Konzernführung diese Marke erst für 2008 vorgenommen.

Das Kunststück will VW schaffen, obwohl sich die Kunden derzeit im Heimatmarkt zurückhalten, hatten viele doch noch vor der Mehrwertsteuer-Erhöhung zum Jahreswechsel einen neuen Wagen gekauft. Volkswagen kommt sein Sparkurs zur Hilfe. Der europäische Branchenprimus litt in der jüngsten Vergangenheit besonders unter hohen Lohnkosten.

Für Januar bis Juni wies der VW-Konzern ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 2,8 Mrd. Euro aus, ein Plus von 44,5 Prozent. Unter dem Strich verdiente VW knapp 2 Mrd. Euro, 65,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz der fortgeführten Bereiche stieg um 5,7 Prozent auf 54,8 Mrd. Euro.

Die VW-Aktie drehte nach Bekanntgabe des Ausblicks und der besser als erwarteten Halbjahreszahlen deutlich ins Plus und notierte gut 2 Prozent höher als am Vortag – und das in einem schwachen Gesamtmarkt.

Besonders gut lief es im Halbjahr bei den Tochterunternehmen Audi und Skoda. Die Ingolstädter bauten ihren Marktanteil in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 13,1 auf 13,4 Prozent aus. Damit liegt Audi jetzt auf Rang 2 hinter Mutter VW. Die Tschechen konnten beim Marktanteil von 2,3 auf 3,3 Prozent zulegen und wurden damit zum größten Importeur noch vor den traditionell starken Franzosen. Die Hauptmarke VW musste dagegen einstecken; ihr Anteil bröckelte von 28,4 auf 27,1 Prozent.

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