Gute Zwischenbilanzen
Pharmabranche wächst und wächst

Die Pharmabranche steuert auf insgesamt solide Umsatz- und Ertragssteigerungen im laufenden Jahr zu. Sie muss aber 2007 nach Expertenmeinung mit etwas schwächerem Wachstum rechnen. Den Trend untermauerten am Donnerstag die britischen Konzerne Glaxo-Smithkline und Astra-Zeneca mit überraschend starken Quartalszahlen, aber einigen Negativ-Nachrichten aus der Forschung.

DÜSSELDORF. Soweit bisher Zahlen vorliegen, weisen die großen Pharmakonzerne für die ersten neun Monate im Schnitt ein Umsatzwachstum von rund 7 Prozent aus und können damit mit dem allgemeinen Marktwachstum mithalten, obwohl einzelne Branchenvertreter wie Merck & Co oder Bristol-Myers Squibb derzeit mit Einbußen kämpfen. Auch beim Branchendritten Sanofi-Aventis, der seine Quartalszahlen erst in der kommenden Woche präsentiert, dürfte die Performance hinter der Marktentwicklung zurückbleiben. Denn ebenso wie Bristol-Myers Squibb ist auch Sanofi-Aventis von der Generika-Konkurrenz für den Blutverdünner Plavix betroffen. JP Morgen etwa rechnet mit einem leichten Umsatzrückgang bei dem französischen Konzern im dritten Quartal.

Andere Hersteller wie Boehringer Ingelheim, Novo Nordisk sowie etliche kleinere Pharmaspezialisten und Biotechfirmen dürften dagegen überdurchschnittlich starke Wachstumsraten ausweisen.

Neue Märkte in Schwellenländern

Das Markforschungs-Unternehmen IMS Health erwartet das weltweite Wachstum des Pharmamarktes für 2006 bei 6 bis 7 Prozent, rechnet für 2007 aber nur noch mit einem Plus von 5 bis 6 Prozent. Sowohl in Europa als auch den USA werde die Entwicklung durch Kostensenkungs-Maßnahmen sowie eine stärkere Ausrichtung auf Kosten-Nutzen-Erwägungen gebremst, schätzt IMS-Manager Murray Aitken.

Teilweise kompensiert wird dies nach Erwartung von IMS allerdings durch eine wachsende Nachfrage aus Entwicklungs- und Schwellenländern wie China, Indien oder den osteuropäischen Ländern. Mit Blick auf die verschiedenen Produktgruppen erwartet IMS überproportional starke Umsatzsteigerungen von 13 bis 14 Prozent bei Biotech-Medikamenten sowie Generika.

Bei einigen etablierten Produktgruppen dürfte das Umsatzwachstum dagegen deutlich abflachen. Bei den Cholesterinsenkern etwa, der bislang noch wichtigsten Produktklasse der Pharmabranche, erwartet IMS für 2007 nur noch ein Wachstum von 1 bis 2 Prozent auf dann etwa 33 Mrd. Dollar.

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