Gutes Geschäft im Osten
Zeppelin macht mit Baumaschinen Milliarden

Der Baumaschinenhändler Zeppelin ist der Flaute am Bau durch die Expansion nach Osten entkommen. Das Unternehmen wächst kräftig.

HB MÜNCHEN. Dank des florierenden Geschäfts in Mittel- und Osteuropa und des Wachstums im Industriebereich rechne Zeppelin für 2006 mit einer Umsatzsteigerung von 5 Prozent auf 1,75 Mrd. Euro, sagte Zeppelin-Chef Ernst Susanek am Mittwoch in München. Bis 2008 will Zeppelin 1,88 Mrd. Euro umsetzen. Besonders viel Wachstum erwartet Susanek in Osteuropa: „In den ehemaligen GUS-Staaten wollen wir unseren Umsatz bis 2010 verdoppeln“, erklärte er.

2005 stieg der Umsatz von Zeppelin trotz der nach wie vor schwachen Baukonjunktur in Deutschland um 9 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro. Der Vorsteuergewinn wuchs um 76 Prozent auf 57 Mill. Euro. „Beim Ergebnis wollen wir durch Effizienzsteigerungen auch 2006 stärker wachsen als der Umsatz“, sagte Susanek. Bis April lägen Umsatz und Auftragseingang schon deutlich über den Vorjahreswerten, fügte er hinzu.

Zeppelin verkauft und verleiht Baumaschinen des US-Herstellers Caterpillar in Deutschland sowie Mittel- und Osteuropa. Auf dieses Geschäft entfallen rund 93 Prozent des Umsatzes, der Rest auf den Bau von Anlagen für die Kunststoffindustrie. „Hier sind wir auf dem Weg, Weltmarktführer zu werden, und wollen besonders in Asien weiter wachsen“, sagte der Zeppelin-Chef. Insgesamt arbeiten für das Unternehmen aus Garching bei München weltweit 4 366 Mitarbeiter, in den nächsten zwei Jahren sollen im Ausland knapp 400 dazukommen.

Der Konzern gehört der gemeinnützigen Zeppelin-Stiftung, die von der Stadt Friedrichshafen verwaltet wird und der auch der Autozulieferer ZF Friedrichshafen gehört. Im vergangenen Jahr führte das Unternehmen 3 Mill. Euro an die Stiftung ab. Die Stiftung geht auf den Luftschiff-Pionier Ferdinand Graf von Zeppelin zurück.

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