Gutes Jahresergebnis
Contitech bekommt Zuckerli von Mutterkonzern

Das Geschäft mit Kunststofftechnologie-Komponenten für die Industrieproduktion gewinnt bei Continental an Bedeutung, die entsprechende Sparte Contitech boomt. Sie soll nun gestärkt und international aufgestellt werden.
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HannoverDas zum Hannoveraner Continental-Konzern gehörende Technologieunternehmen Contitech hat Umsatz und Ergebnis im vergangenen Jahr trotz Investitionen weiter gesteigert. Vor Zinsen und Steuern stieg der Gewinn (Ebit) um rund zwei Prozent auf 462,1 Millionen Euro, wie der für die Industriesparte Contitech zuständige Konzernvorstand Heinz-Gerhard Wente am Dienstag auf der Hannover Messe sagte. Die Investitionen lagen 2013 bei 166 Millionen Euro (Vorjahr: 151 Mio). Der Umsatz zog um fünf Prozent auf 3,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,7 Mrd) an. Fürs laufende Jahr erwartet Wente einen Umsatzanstieg sowie eine Rendite auf Vorjahresniveau (11,9 Prozent).

Continental verstärkt zur Zeit seine internationale Aufstellung durch den Kauf des rund 1,4 Milliarden Euro teuren US-Unternehmen Veyance Technologies, einem Spezialisten für Kautschuk- und Kunststofftechnologie. „Das ist ohne Frage einer der größten Würfe, die Contitech da landen konnte“, sagte Wente. Die Niedersachsen rechnen im Herbst mit grünem Behördenlicht für die Übernahme und wollen den Neuerwerb in die Contitech-Sparte eingliedern. Der Anteil des Industriegeschäfts würde damit konzernweit von 28 auf 32 Prozent steigen. Contitech macht heute 65 Prozent seines Umsatzes in Europa, der Anteil würde bei erfolgter Integration auf 46 Prozent sinken.

Mit knapp 30.000 Mitarbeitern stellt die auf Kunststofftechnologien spezialisierte Sparte Contitech etwa jeden sechsten Arbeitsplatz bei Conti. Das Geschäftsfeld entwickelt und produziert unter anderem Bauteile und Systeme für die Autobranche und andere Industrien. Auf der Messe zeigt Contitech einen neuartigen Industrieschlauch, der das Be- und Entladen von Gastankern deutlich beschleunigen dürfte. Wente deutete für die Zukunft mögliche weitere Übernahmen an, will beim Russland-Geschäft aber – auch mit Blick auf die Abwertung des Rubel - erst einmal auf die Bremse treten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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