Gutes Quartalsergebnis
Gerry Weber erhöht Umsatzprognose

Die Modefirma Gerry Weber will die Anlaufkosten für die jüngsten Zukäufe durch mehr Umsatz wieder reinholen. Vorstandschef Weber hob die Prognose für das laufende Bilanzjahr leicht an.
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DüsseldorfDer westfälische Modekonzern Gerry Weber bleibt auf Wachstumskurs. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 13,9 Prozent auf 554,4 Millionen Euro. Das Nettoergebnis stieg um 23,5 Prozent auf 44,5 Millionen Euro, wie Gerry Weber am Freitag mitteilte.

Der Wachstumsschub ist vor allem auf die Übernahme von gut 200 Filialen der Modekette Wissmach im Frühjahr und der Neueröffnung von 56 Läden der eigenen Kette "Houses of Gerry Weber" zurückzuführen – die Hälfte davon im Ausland. Das Modeunternehmen aus der westfälischen Provinz macht inzwischen rund 38,6 Prozent seines Umsatzes mit eigenen Geschäften. Ende Oktober vergangenen Jahres lag dieser Anteil noch bei 31 Prozent.

Doch punktete der Konzern nicht nur im Filialgeschäft, sondern auch im Internet. In den ersten neun Monaten konnte der Konzern seine Online-Umsätze um rund 40 Prozent steigern.

Allein im dritten Quartal schnellte der Umsatz um knapp 22 Prozent auf 178,4 Millionen Euro, teilte Gerry Weber weiter mit. Trotz Anlaufkosten für einen Zukauf stieg im Zeitraum Mai bis Juli der operative Gewinn (Ebit) um rund 20 Prozent auf 19,7 Millionen Euro, der Überschuss um 23,5 Prozent au 12,8 Millionen.

Die Zahlen stimmten Vorstandschef Gerhard Weber für das im Oktober endende Bilanzjahr 2011/12 optimistischer. Er hob seine Umsatzprognose leicht an und peilt nun mit 800 Millionen Euro fünf Millionen mehr an als bislang geplant und knapp 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr erreicht. Die Prognose für die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von bis zu 14,6 Prozent behielt Weber bei. Das wäre rein rechnerisch ein operativer Gewinn (Ebit) von knapp 117 (Vorjahr: 99,6) Millionen Euro.

An der Börse sorgten die Nachrichten für einen Aufschlag von einem Prozent auf 35,36 Euro. Damit markierte der MDax-Wert ein Allzeithoch. Die Wachstumsgeschichte von Gerry Weber sei intakt, kommentierte Holger Schwesig von der DZ Bank und bekräftigte seine Kaufempfehlung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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