Gutes Schlussquartal
NA optimistisch für 2005 06

Europas größter Kupferproduzent hat im Schlussquartal unerwartet gut abgeschnitten. Daher ist die Norddeutsche Affinerie (NA) nun auch zuversichtlich für das eben angelaufene Geschäftsjahr 2005/06. Für das von der NA geplante Kraftwerk zur eigenen Stromversorgung soll am Freitag ein wichtiger Vertrag unterzeichnet werden.

HB HAMBURG. „Der Geschäftsverlauf im vierten Quartal war etwas besser als erwartet“, sagte Vorstandschef Werner Marnette am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters in Hamburg. „Das war ein sehr gutes Geschäftsjahr. Sie können unsere Neun-Monatszahlen im Grunde auf das Gesamtjahr hochrechnen“, fügte er hinzu. Er sei sehr optimistisch für 2005/06.

Die Norddeutsche Affinerie profitiert zur Zeit von den hohen Kupferpreisen, eigenen Einsparungen und Effizienzsteigerungen. Im dritten Quartal von April bis Juni legte der Vorsteuergewinn um 45 % auf 27,2 Mill. € zu. Seit Jahresbeginn hat sich der Vorsteuergewinn auf 62,4 Mill. € fast verdoppelt. Vorläufige Zahlen für 2004/05 (zum 30. September) will die im Nebenwerteindex MDax gelistete NA am 20. Dezember veröffentlichen. Das Unternehmen hatte nach einem Gewinnsprung im dritten Geschäftsquartal eine höhere Dividende in Aussicht gestellt. Für 2003/04 waren den Aktionären 0,65 € je Aktie gezahlt worden.

Für Freitag kündigte der NA-Chef die Unterzeichnung eines wichtigen Vertrages für ein Kraftwerk zur Stromversorgung des Konzerns an. Mit wem der Kontrakt geschlossen werden, sagte Marnette nicht. Die Norddeutsche Affinerie hatte vor längerem angekündigt, den Bau eines Kraftwerks mit 100 Megawatt Leistung und Investitionen im Volumen von 260 Mill. € in Hamburg prüfen zu lassen, um von den hohen Strompreisen der Versorger hier zu Lande unabhängiger zu werden. Das Kraftwerk will die Norddeutsche Affinerie nicht selbst betreiben, sondern einem Partner die Abnahme von Strom über einen längeren Zeitraum zu festen Preisen garantieren. „Das wird ein Betreibermodell“, sagte eine Unternehmenssprecherin.

NA-Chef Marnette hatte die Preispolitik der Stromkonzerne scharf kritisiert. Die Aluminiumherstellung verbraucht extrem viel Energie, etwa 40 % der Kosten entfallen auf Strom.

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